The Ocean Cleanup ist eine gemeinnützige Stiftung mit dem Ziel, die Weltmeere von Plastik zu befreien. Gegründet 2013 von Boyan Slat, arbeitet die Organisation mit einem klaren Leitgedanken: Saubere Ozeane machen sie überflüssig. Von ihrem Sitz in Rotterdam aus entwickelt ein interdisziplinäres Team Technologien, die sowohl das bereits im Meer treibende Plastik erfassen als auch verhindern, dass neuer Müll ins Wasser gelangt.
Technologien für Ozeane und Flüsse
Im Mittelpunkt stehen zwei Programme. Die Ocean-Systeme bestehen aus kilometerlangen, U-förmigen Barrieren, die schwimmende Abfälle in Gebieten wie dem Great Pacific Garbage Patch einsammeln. Die neueste Generation, „System 03“, hält Plastik effizienter zurück und berücksichtigt den Schutz mariner Tiere. Parallel dazu fangen die Rivers-Systeme, sogenannte Interceptor, Plastik direkt in den Flüssen ab – solarbetrieben, autonom und speziell für stark verschmutzte Ströme entwickelt.
Unterstützt werden diese Programme durch Forschung und Hightech. Mit Drohnen, Künstlicher Intelligenz und dem „Automated Debris Imaging System“ werden Hotspots von Müll präzise erkannt und kartiert. Expeditionen und wissenschaftliche Analysen schaffen eine fundierte Datenbasis, die zur Weiterentwicklung der Systeme beiträgt.
Die Wirkung ist bereits messbar. Seit Beginn der Mission wurden Millionen Kilogramm Plastik aus Flüssen und Ozeanen entfernt. Bis 2040 strebt The Ocean Cleanup an, 90 Prozent des treibenden Plastiks aus den Meeren zu beseitigen.
Plastikmüll gefährdet nicht nur über 900 Meeresarten, sondern verursacht Schäden an globalen Ökosystemleistungen im Wert von Hunderten Milliarden Dollar pro Jahr. Mit Innovationskraft, Beharrlichkeit und dem Willen, sich eines Tages selbst überflüssig zu machen, schreibt The Ocean Cleanup ein neues Kapitel im weltweiten Kampf gegen die Plastikverschmutzung.