Der Ursprung der Sam Owori Projekte liegt im Jahr 2017, als Sam Owori – damals designierter Präsident von Rotary International – gemeinsam mit seiner Frau Norah eine tiefgreifende Vision entwickelte: In Kidera, einem ländlichen Dorf in Uganda, sollte ein Projekt entstehen, das den Mädchen Zugang zur Schulbildung ermöglichte und die Frauen bei der landwirtschaftlichen Arbeit wirtschaftlich stärkte.
Nach Sams plötzlichem Tod im Juli 2017 setzte Norah Owori diese Vision unbeirrt fort. Erste Projektideen wurden 2019/2020 in ihrem Rotary Club RC Gaba gemeinsam mit RC Kampala Sunrise entwickelt. Barbara Wolf-Wicha, eine Freundin der Familie Owori, stellte die Projektidee auf einem Seminar in Salzburg vor. In dieser frühen Phase traten zwei Persönlichkeiten auf den Plan, die die Idee konsequent in die Umsetzung brachten: Doris Steinmüller-Nethl, Rotary Club Innsbruck Alpin und Judith Köck, Rotary Club Kitzbühel.
Mit unglaublichem Engagement, Fachkompetenz und Herzblut trieben Doris und Judith die Entwicklung des Projekts maßgeblich voran. Sie waren nicht nur Mentoren und Netzwerkerinnen, sondern auch Projektleiterinnen, Organisatorinnen, Fundraiserinnen und Mutmacherinnen – vor Ort wie auch international.
Ab 2021/2022 wurde unter der Leitung von RC Innsbruck Alpin mit Doris und Judith das Global Grant Projekt „Kidera – Adopt a Village“ auf den Weg gebracht. Innerhalb kurzer Zeit entstand Infrastruktur für rund 2.000 Schüler:innen: Schulgebäude, Möbel, Bücher, sichere Toiletten und Solarbeleuchtung. Das tägliche Porridge-Programm – ein Herzensanliegen von Judith Köck und Doris Steinmüller-Nethl – steigerte die Einschulungszahlen rasant.
2023/2024 legten beide Akteurinnen weitere Grundsteine: Lehrkräfte erhielten Fortbildungen für modernen Unterricht in überfüllten Klassen. Gleichzeitig entstand eine Schulfarm (mitfinanziert vom Land Tirol) – mit innovativen Methoden, um Ernährungssicherheit, Klimaschutz und Einkommensmöglichkeiten zu verbinden. Hier engagierte sich Doris und Judith besonders in der Schulung von Frauen und Jugendlichen im Bereich Landwirtschaft.
Ein weiterere Meilenstein war 2024 ein weiteres Global Grant Projekt zum Aufbau des Sam Owori Skills Development Centre in Tororo. Die Leitung und strategische Umsetzung dieses Berufsausbildungszentrums – mit Kursen in Ziegelproduktion (TwistBlocks), Nähen, Elektronik und Fahrzeugwartung – wurde wesentlich von RC Innsbruck Alpin mit Doris und Judith in Zusammenarbeit mit RC Kampala, RC Kitzbühel und den Projektpartnern Habitat for Humanity, StartSomewhere und PERI getragen. Mit diesem Team soll das Zentrum zu einem Hoffnungsträger für junge Menschen in der Region werden.
2025 – Heute: Die Projekte sind etabliert, vernetzt und nachhaltig. Über 2.000 Kinder profitieren täglich, junge Erwachsene erhalten Ausbildung, Frauen bauen ihre wirtschaftliche Unabhängigkeit aus. Doris Steinmüller-Nethl und Judith Köck bleiben zentrale Säulen – als Ideengeberinnen, Umsetzerinnen und als kraftvolle Brückenbauerinnen zwischen Kontinenten, Kulturen und Herzen.
Was als persönliche Vision begann, wurde durch das außergewöhnliche Engagement zweier Frauen zur realen Veränderung für Tausende. Doris Steinmüller-Nethl und Judith Köck haben gemeinsam mit vielen Partnern insbesondere auch aus dem Kreis der rotarischen Familie aus einem Dorf ein Leuchtturmprojekt für ganz Ostafrika gemacht.
Weitere Informationen gibt es unter www.sam-owori-projects.net