Das Vermächtnis eines Visionärs
Info: Cayene Rafaela (Unsplash)

Das Vermächtnis eines Visionärs

„Alles Große in dieser Welt entsteht dort, wo jemand mehr tut, als er tun muss!“ – Hermann Gmeiner

Der 25. April 1949 markiert einen Meilenstein in der Geschichte des humanitären Engagements. An diesem Tag versammelten sich junge, engagierte Menschen rund um Hermann Gmeiner, einen Medizinstudenten in Innsbruck, um die "Societas Socialis" zu gründen. Dies war der Ursprung der SOS-Kinderdörfer, die heute in 136 Ländern präsent sind und über 1,5 Millionen Menschen mit ihren Programmen unterstützen.

In einer Zeit, die von den Wirren des Zweiten Weltkriegs geprägt war, wurde die Idee der SOS-Kinderdörfer geboren. Das Leiden unzähliger Kriegswaisen berührte das Herz des jungen Hermann Gmeiner, der selbst als Halbwaise aufgewachsen war. "Kinder brauchen Familie", wurde zu seinem Leitspruch und trieb ihn an, sich für diese Vision einzusetzen.

SOS-Kinderdorf wird international

Aus den breiten Zielen der Societas Socialis formte Gmeiner mit seinem Team die konkrete Idee für das erste SOS-Kinderdorf. Die Grundprinzipien waren klar: Ein verlassenes Kind sollte eine Mutter, Geschwister, ein eigenes Haus und ein Dorf haben, in dem es eben wie in einer Familie geborgen aufwachsen konnte. Die Gemeinde Imst war die einzige, die auf den Aufruf von SOS reagierte und ein Grundstück für den Bau des ersten SOS-Kinderdorfes zur Verfügung stellte. Trotz bescheidener finanzieller Mittel – zu Beginn standen lediglich 600 Schilling zur Verfügung – mobilisierte Gmeiner die Unterstützung der Bevölkerung und gewann ihre Spendenbereitschaft.

„Gutes tun ist leicht, wenn viele helfen!“ – Hermann Gmeiner

Die Idee der SOS-Kinderdörfer mit ihren vier Prinzipien fand in verschiedenen Ländern Anklang und verbreitete sich wie ein Hoffnungsschimmer für verlassene Kinder. Nach Gmeiners Tod im Jahr 1986 intensivierten die SOS-Kinderdörfer ihre internationale Arbeit und erweiterten ihre Hilfsprogramme. Die SOS-Familienhilfe konzentrierte sich auf präventive Maßnahmen, um Familien in Not zu unterstützen und dadurch zu verhindern, dass Kinder in ein SOS-Kinderdorf aufgenommen werden müssen.

Heutzutage erstreckt sich das Netzwerk der SOS-Kinderdörfer über 135 Länder und umfasst Kinderdörfer, Jugendeinrichtungen, Schulen, medizinische Zentren und Nothilfeprogramme. Über 80.000 Kinder werden in den SOS-Kinderdörfern betreut, während mehr als 1,5 Millionen Menschen weltweit durch verschiedene Programme Unterstützung erhalten.

Hermann Gmeiners Idee ist schongenial!

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