Wie aus einer Idee ein grüner Stadtraum wird

Engagement & Wissenswertes
Wir pflanzen Freistadt, Initiator Wolfgang Roth, Crowdfunding, Sponsoring
Klimafitter Hauptplatz in Freistadt
Fotocredit: © www.wirpflanzenfreistadt.at

Eine Stadt lebt nicht allein von ihrer Architektur oder ihrer Geschichte, sondern vor allem von den Orten, an denen Menschen gerne zusammenkommen. Angesichts steigender Temperaturen gewinnen begrünte Freiräume zunehmend an Bedeutung: Sie spenden Schatten, verbessern das Mikroklima und schaffen Aufenthaltsqualität. Bäume sind dabei weit mehr als gestalterische Elemente, sie tragen zur Klimaanpassung bei und machen öffentliche Räume lebenswerter. Dort, wo Grünflächen und Begegnungszonen entstehen, wächst nicht nur die Widerstandsfähigkeit gegenüber Hitze, sondern auch die Identifikation der Menschen mit ihrem Lebensumfeld.

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Initiator Wolfgang Roth
Wolfgang Roth, Seelsorger Pfarre Freistadt, Initiator Spendenprojekt. Fotocredit: © www.wirpflanzenfreistadt.at

Ein gemeinsames Ziel für Freistadt

Mit genau diesem Anspruch entwickelt sich die Initiative „Wir pflanzen Freistadt“ seit 2021 kontinuierlich. Was mit dem Ziel begann, mehr Bäume im Stadtgebiet zu pflanzen, hat bereits zur Pflanzung von über 200 Bäumen geführt. Nun richtet sich der Blick auf das Herz der Stadt: den Hauptplatz.

Geplant sind eine begrünte Pergola mit Sitzgelegenheiten im Bereich der Sandkiste sowie sechs zusätzliche Bäume. Dadurch entstehen attraktive Schattenplätze, die insbesondere Familien zugutekommen und den öffentlichen Raum nachhaltig aufwerten ohne dass Parkplätze entfallen. Das Vorhaben verbindet ökologische Maßnahmen mit einer klaren städtebaulichen Vision: Der Hauptplatz soll auch an heißen Sommertagen ein Ort bleiben, an dem Menschen gerne verweilen.

Um den erforderlichen Eigenmittelanteil für die Umsetzung aufzubringen, setzt die Initiative auf Crowdfunding und Sponsoring. Dass dieses Modell auf breite Unterstützung baut, unterstreicht Initiator Wolfgang Roth: „Ich bin überzeugt, dass in Freistadt viel möglich ist, wenn wir zusammenhalten.“ Seine Vision beschreibt er mit den Worten: „Viele Vereine und engagierte Menschen ziehen bereits mit. …. Wenn wir es gemeinsam schaffen, bis Schulbeginn 35.000 Euro aufzubringen, dann wird unser Hauptplatz auf Jahrzehnte ein besserer, schönerer, einladender Ort sein. Ich glaube, unsere schöne Stadt ist es wert.“

Ein Beispiel für gelebtes Miteinander

Der bisherige Weg der Initiative zeigt, welches Potenzial in gemeinschaftlichem Engagement steckt. Mehr als 200 neu gepflanzte Bäume, die Unterstützung zahlreicher Bürger, Vereine und Unternehmen sowie der einstimmige Rückhalt im Gemeinderat belegen, dass nachhaltige Stadtentwicklung dann besonders wirksam ist, wenn sie von vielen Schultern getragen wird. 

#schongenial, denn dieses Projekt verbindet Klimaanpassung, bürgerschaftliches Engagement und verantwortungsvolle Stadtgestaltung zu einem zukunftsweisenden Modell für kommunale Entwicklung.

Dieser Beitrag fördert die UN-Nachhaltigkeitsziele (SDGs):
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