55.000 Feuerwehrleute im Dauereinsatz

Engagement & Wissenswertes
Feuerwehr, Dauer-Waldbrand-Einsatz, Ehrenamtliche,
Redner der Feuerwehr-PK
v.l.n.r.: LBD Jakob Unterladstätter, LBD Reinhard Leichtfried, LBD Dietmar Fahrafellner, FPräs Robert Mayer | Foto: © Mathias Seyfert

Wo andere kaum hinkommen, beginnt für sie oft erst die Arbeit: Österreichs Feuerwehrleute kämpfen sich durch steiles Gelände, bringen Löschwasser zu abgelegenen Brandstellen und arbeiten Hand in Hand mit Hubschrauberbesatzungen. Was bei Wald- und Vegetationsbränden geleistet wird, ist echte Teamarbeit – und das oft über viele Tage hinweg. Wie groß dieser Einsatz ist, zeigen die Zahlen aus 2026: Rund 55.000 Feuerwehrmitglieder waren heuer bereits bei etwa 3.500 Wald- und Vegetationsbränden im Einsatz.

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Teilnehmer der Feuerwehr PK
v.l.n.r.: LBD Dietmar Fahrafellner, FVPräs Günter Trinker, LBD Jakob Unterladstätter, LBD Reinhard Leichtfried, FPräs Robert Mayer, FVPräs Mario Rauch, LBD Franz Kropf, LBD Herbert Österle | Foto: © Mathias Seyfert

Hinter jedem größeren Einsatz steckt dabei weit mehr als das Löschen der Flammen. Spezialfahrzeuge müssen ins Gelände gebracht, Mannschaften koordiniert, Löschwasser bereitgestellt und schwer erreichbare Brandstellen aus der Luft bekämpft werden. Gleichzeitig sorgen zahlreiche Helfer im Hintergrund dafür, dass Material, Versorgung und Ablöse funktionieren.

Tausende Helfer und wochenlange Einsätze

Wie beeindruckend diese Leistung ist, zeigen die Einsätze des Jahres 2026. Im Kärntner Lesachtal waren rund 2.000 Feuerwehrmitglieder an 24 Einsatztagen gefordert. In Eisbach-Rein in der Steiermark standen bei einem 17 Tage dauernden Einsatz insgesamt rund 2.500 Feuerwehrkräfte im Einsatz.

Im Föhrenwald bei St. Egyden in Niederösterreich waren bei zwei Großbränden zeitweise sogar 800 Feuerwehrmitglieder gleichzeitig vor Ort. Auch in Tirol und Wien waren Hunderte Einsatzkräfte gefordert.

Teamarbeit am Boden und in der Luft

Eine besondere Rolle spielt das Zusammenspiel zwischen den Mannschaften am Boden und der Unterstützung aus der Luft. Hubschrauber können Löschwasser auch an Stellen bringen, die mit Fahrzeugen kaum erreichbar sind. Gerade in steilem und unwegsamem Gelände ist diese Unterstützung besonders wertvoll.

Gleichzeitig muss die Feuerwehr ihre Einsatzbereitschaft in den Gemeinden aufrechterhalten. Denn während Hunderte Kräfte einen Waldbrand bekämpfen, passieren weiterhin Verkehrsunfälle, Gebäudebrände und andere Notfälle. Die Verteilung von Mannschaften, Spezialisten und Geräten wird damit zu einer logistischen Meisterleistung.

Mehr als 20 Millionen Euro für Spezialausrüstung

Auch technisch haben sich Österreichs Feuerwehren auf die besonderen Anforderungen vorbereitet. Seit 2020 wurden innerhalb von sechs Jahren mehr als 20 Millionen Euro aus dem Feuerwehrbudget – unterstützt durch den Waldfonds – investiert. Dazu zählen geländegängige Spezialfahrzeuge, Löschrucksäcke, Faltbehälter, Schanzwerkzeug, spezielle Schutzbekleidung und Helme sowie Löschwasserbehälter für Hubschrauber. Auch Ausbildung und Übungsmöglichkeiten wurden ausgebaut.

Eine Leistung, die vor allem Menschen möglich machen

Entscheidend bleibt aber der Mensch: Mehr als 260.000 größtenteils ehrenamtliche Feuerwehrmitglieder stehen österreichweit im Einsatzdienst. Sie trainieren, bilden sich weiter und sind rund um die Uhr bereit, anderen zu helfen.

#schongenial, wenn aus Ausbildung, Technik und vor allem unzähligen freiwilligen Stunden eine gewaltige gemeinsame Leistung entsteht, die Menschen, Tiere und unsere Wälder schützt.

Dieser Beitrag fördert die UN-Nachhaltigkeitsziele (SDGs): Schön, dass es so viel Positives gibt. Danke:
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