Hinter jedem größeren Einsatz steckt dabei weit mehr als das Löschen der Flammen. Spezialfahrzeuge müssen ins Gelände gebracht, Mannschaften koordiniert, Löschwasser bereitgestellt und schwer erreichbare Brandstellen aus der Luft bekämpft werden. Gleichzeitig sorgen zahlreiche Helfer im Hintergrund dafür, dass Material, Versorgung und Ablöse funktionieren.
Tausende Helfer und wochenlange Einsätze
Wie beeindruckend diese Leistung ist, zeigen die Einsätze des Jahres 2026. Im Kärntner Lesachtal waren rund 2.000 Feuerwehrmitglieder an 24 Einsatztagen gefordert. In Eisbach-Rein in der Steiermark standen bei einem 17 Tage dauernden Einsatz insgesamt rund 2.500 Feuerwehrkräfte im Einsatz.
Im Föhrenwald bei St. Egyden in Niederösterreich waren bei zwei Großbränden zeitweise sogar 800 Feuerwehrmitglieder gleichzeitig vor Ort. Auch in Tirol und Wien waren Hunderte Einsatzkräfte gefordert.
Teamarbeit am Boden und in der Luft
Eine besondere Rolle spielt das Zusammenspiel zwischen den Mannschaften am Boden und der Unterstützung aus der Luft. Hubschrauber können Löschwasser auch an Stellen bringen, die mit Fahrzeugen kaum erreichbar sind. Gerade in steilem und unwegsamem Gelände ist diese Unterstützung besonders wertvoll.
Gleichzeitig muss die Feuerwehr ihre Einsatzbereitschaft in den Gemeinden aufrechterhalten. Denn während Hunderte Kräfte einen Waldbrand bekämpfen, passieren weiterhin Verkehrsunfälle, Gebäudebrände und andere Notfälle. Die Verteilung von Mannschaften, Spezialisten und Geräten wird damit zu einer logistischen Meisterleistung.
Mehr als 20 Millionen Euro für Spezialausrüstung
Auch technisch haben sich Österreichs Feuerwehren auf die besonderen Anforderungen vorbereitet. Seit 2020 wurden innerhalb von sechs Jahren mehr als 20 Millionen Euro aus dem Feuerwehrbudget – unterstützt durch den Waldfonds – investiert. Dazu zählen geländegängige Spezialfahrzeuge, Löschrucksäcke, Faltbehälter, Schanzwerkzeug, spezielle Schutzbekleidung und Helme sowie Löschwasserbehälter für Hubschrauber. Auch Ausbildung und Übungsmöglichkeiten wurden ausgebaut.
Eine Leistung, die vor allem Menschen möglich machen
Entscheidend bleibt aber der Mensch: Mehr als 260.000 größtenteils ehrenamtliche Feuerwehrmitglieder stehen österreichweit im Einsatzdienst. Sie trainieren, bilden sich weiter und sind rund um die Uhr bereit, anderen zu helfen.
#schongenial, wenn aus Ausbildung, Technik und vor allem unzähligen freiwilligen Stunden eine gewaltige gemeinsame Leistung entsteht, die Menschen, Tiere und unsere Wälder schützt.