Heldentum neu denken
Foto: Redd-F 5U (Unsplash)

Heldentum neu denken

Das kürzlich in Graz vom Verein für Männer- und Geschlechterthemen in Kooperation mit der Caritas Steiermark ins Leben gerufen Projekt „Heros“ möchte die traditionellen Konzepte des Heldentums kritisch hinterfragen und zeitgemäße Alternativen.

Das vorrangige Ziel des Projekts ist es, eine neue Generation von Helden auszubilden - junge Menschen, die sich gegen Gewalt insbesondere gegen Frauen engagieren und die Möglichkeit eines positiven, gleichberechtigten Miteinanders der Geschlechter aufzeigen möchten. Projektleiterinnen wie Emina Saric von der Frauen- und Männerberatung betonen die Notwendigkeit, die bestehenden Machtansprüche und Gewaltmuster zwischen den Geschlechtern anzugehen. Saric: "Es geht darum, daran zu arbeiten, dass man unterschiedliche Gewaltformen erkennt und dass man sich dessen bewusst wird als Mann, und dass man versucht, daran zu arbeiten."

Auch du kannst ganz einfach ein Held werden

Die Ausbildung der "Heroes" erfolgt durch Jugendliche selbst, die in Schulen gehen und bei Workshops sowie ähnlichen Aktivitäten ihr erworbenes Wissen und ihre Erfahrungen an andere Jugendliche weitergeben werden. Ein „Hero“ kann man ganz einfach werden. Nach einer Ausbildungsphase von sechs bis neun Monaten wird man als "Hero" anerkannt und kann anschließend die Workshops in Schulen und Einrichtungen durchführen. Die Anmeldung für so einen Workshop kann ganz einfach online durchgeführt werden.

Denkmuster sollen langfristig verändert werden

Das Projekt "Heroes" ist eine wegweisende Initiative dar, die nicht nur auf die Bekämpfung von Gewalt abzielt, sondern auch auf die langfristige Veränderung von Denkmustern und Verhaltensweisen, um eine Gesellschaft zu schaffen, in der Gleichberechtigung und Respekt vorherrschen. Es ist ein Aufruf zum Umdenken und zur gemeinsamen Anstrengung, eine Welt zu gestalten, in der Gewalt gegen Frauen keine Akzeptanz mehr findet.

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