Während private Haushalte oftmals nur einen Teil des erzeugten Stroms direkt nutzen können, decken Betriebe mit ihrem gleichmäßigen Energiebedarf während der Tagesstunden die Produktion der PV-Anlagen nahezu perfekt ab. So wird ein Großteil des erzeugten Solarstroms direkt im Unternehmen verbraucht – was nicht nur Energiekosten reduziert, sondern auch die Abhängigkeit von schwankenden Marktpreisen verringert.
Banner Batterien setzt Maßstäbe
Wie groß dieses Potenzial ist, zeigt das Beispiel des Batterieherstellers Banner am Standort Leonding. Dort wurde kürzlich die Errichtung einer umfangreichen Photovoltaik-Anlage abgeschlossen. Sie besteht aus vier großen Aufdachanlagen, drei Freiflächenanlagen und einer Flugdachanlage. Mit einer Gesamtleistung von rund 1.340 kWp erzeugt die Anlage jährlich durchschnittlich 1,37 GWh Strom, der vollständig zur Versorgung des Werkes genutzt wird. Zum Vergleich: Damit könnte der Jahresstrombedarf von rund 450 Haushalten (bei einem Verbrauch von 3.000 kWh/Haushalt) gedeckt werden. Dieses Beispiel verdeutlicht, wie Unternehmen durch Photovoltaik nicht nur Kosten sparen, sondern auch einen aktiven Beitrag zur Energiewende leisten.
Österreichweit zeigt sich ein starkes Wachstum
Im Jahr 2024 wurden insgesamt rund 2,2 GWp an PV-Leistung neu installiert, womit die kumulierte Kapazität auf etwa 8,3 GWp stieg. Diese Anlagen speisten rund 8,82 TWh Solarstrom ins Netz, was einem Anteil von 11,2 % am gesamten Strombedarf entspricht. Besonders beeindruckend ist die Dynamik im Jahresverlauf: Bereits von Jänner bis September wurden 1,4 GWp zugebaut – darunter alleine 400 MW im dritten Quartal. Laut dem Übertragungsnetzbetreiber APG wuchs die Photovoltaikleistung 2024 im Schnitt um rund 200 MW pro Monat. Diese Entwicklung macht deutlich, dass PV mittlerweile ein tragender Pfeiler der österreichischen Energieversorgung ist. Quelle: Austria installs 2.2 GW of PV in 2024 – pv magazine International
Nachhaltigkeit als Wettbewerbsvorteil
Neben den wirtschaftlichen Aspekten leisten PV-Anlagen auch einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz. Österreich will bis 2030 den Anteil erneuerbarer Energien deutlich steigern, und gerade Industrie- und Gewerbeflächen bieten enormes Potenzial. Dachflächen von Produktionshallen, Lagergebäuden oder Parkplätzen können effizient genutzt werden, um mehrere Terawattstunden an sauberem Strom bereitzustellen. Unternehmen stärken damit ihr nachhaltiges Image und verschaffen sich Wettbewerbsvorteile bei Kunden, Partnern und Investoren.
#schongenial, wenn österreichische Betriebe ihre Dächer dank Photovoltaik in Kraftwerke verwandeln, Stromkosten senken und gleichzeitig aktiv zur Energiewende beitragen.