Die neue Membran ist dagegen biologisch abbaubar, deutlich umweltfreundlicher und zudem günstiger in der Herstellung. Möglich wird das durch ein kluges Verfahren, bei dem gewöhnliche Papierfasern so behandelt werden, dass sie plötzlich ganz neue Fähigkeiten bekommen. Die Membran ist flexibel, robust und lässt sich in vielen Bereichen einsetzen. Besonders wichtig ist sie für Energiespeicher wie Redox-Flow-Batterien, aber auch für Elektrolyseure oder Anlagen zur Wasseraufbereitung. Damit kann sie in Zukunft eine zentrale Rolle in grüner Energie und sauberer Industrie spielen.
Ein wichtiger Sieg auf EU-Ebene
Für diese innovative Entwicklung wurde Ecolyte mit dem Innovation Radar Prize 2025 der Europäischen Kommission ausgezeichnet. Das ist ein bedeutender Preis, der jedes Jahr an besonders vielversprechende Zukunftstechnologien vergeben wird. Dass ein junges Startup aus Graz in der Kategorie „Climate, Energy & Mobility“ gewinnt, zeigt, wie groß die Wirkung dieser Idee eingeschätzt wird. Die Entscheidung der EU macht klar: Nachhaltige Technologien sollen gefördert und sichtbar gemacht werden. Ecolyte zeigt eindrucksvoll, dass Innovation nicht immer kompliziert oder teuer sein muss, denn manchmal entsteht Großes aus einfachen, natürlichen Ausgangsstoffen.
Vom Labor zur Großproduktion
Gegründet wurde Ecolyte 2022 an der TU Graz. Seitdem arbeitet das Team daran, die Membran vom Prototyp zur industriellen Lösung weiterzuentwickeln. In den kommenden Jahren soll die Produktion massiv ausgebaut werden, sodass jede Woche zehntausende Quadratmeter hergestellt werden können. Das schafft nicht nur neue wirtschaftliche Chancen, sondern bringt die Technologie auch in reale Anwendungen weltweit. Kooperationen, Investitionen und neue Projekte stehen bereits in Aussicht.
Wir finden es #schongenial, wenn eine vermeintlich einfache Idee aus Papier helfen kann, die Energie- und Umwelttechnik nachhaltig zu verändern.