Grüne Fassaden gegen heiße Städte

Wissenschaft & Bildung
HeinrichBiCool, Universität Graz, Gebäudebegrünung
Gebäudebegrünung in Graz
Eine umfassende Gebäudebegrünung wird das Haus in der Heinrichstraße 80 im Sommer kühlen. Foto: ©Uni Graz/Angele

Begrünte Gebäude sind weit mehr als ein architektonischer Trend. Sie verbessern das Stadtklima, fördern die Artenvielfalt, senken den Energieverbrauch und schaffen lebenswertere Räume für die Menschen. Welche positiven Effekte Fassaden- und Dachbegrünungen tatsächlich haben, untersucht die Universität Graz im Forschungsprojekt „HeinrichBiCool“.

Unternehmenswert genial nutzen

An einem Bestandsgebäude werden innovative Begrünungsmaßnahmen umgesetzt und wissenschaftlich begleitet. Die gewonnenen Erkenntnisse sollen Kommunen, Planer und der Bauwirtschaft dabei helfen, klimaresiliente Gebäude und Städte künftig noch gezielter zu gestalten.

Eine Investition in Mensch und Umwelt

Pflanzen an Fassaden und auf Dächern wirken wie natürliche Klimaregulatoren. Sie spenden Schatten, verdunsten Wasser und tragen dazu bei, Gebäude und ihre Umgebung spürbar zu kühlen. Davon profitieren nicht nur die Nutzer der Gebäude durch ein angenehmeres Raumklima und einen geringeren Kühlbedarf. Auch der öffentliche Raum gewinnt an Aufenthaltsqualität – ein wichtiger Aspekt für lebenswerte Städte in Zeiten steigender Temperaturen.

Gleichzeitig entstehen neue Lebensräume für Insekten, Vögel und andere Tierarten. Begrünte Gebäude leisten damit einen wertvollen Beitrag zur Biodiversität und helfen, Regenwasser zurückzuhalten. Das entlastet die Kanalisation bei Starkregen und unterstützt einen nachhaltigen Umgang mit Wasser in dicht bebauten Stadtgebieten.

Forschung schafft Orientierung für die Praxis

Damit das Potenzial von Gebäudebegrünungen künftig noch besser genutzt werden kann, werden im Projekt „HeinrichBiCool“ die Auswirkungen auf Temperatur, Energieverbrauch und Biodiversität umfassend gemessen. Die wissenschaftlichen Daten liefern eine fundierte Grundlage für künftige Bau- und Sanierungsprojekte und helfen dabei, Investitionen in klimafitte Gebäude faktenbasiert zu planen.

Ein Modell mit Wirkung über Graz hinaus

Das Demonstrationsprojekt der Universität Graz zeigt exemplarisch, wie bestehende Gebäude mit vergleichsweise einfachen Maßnahmen zukunftsfit gemacht werden können. Die Erkenntnisse reichen weit über den Campus hinaus: Sie liefern wertvolle Impulse für Städte und Gemeinden, die den öffentlichen Raum lebenswerter gestalten, Energiekosten senken und gleichzeitig einen Beitrag zum Klimaschutz und zur Klimaanpassung leisten möchten. 

 

#schongenial, wenn begrünte Gebäude damit zu einem wichtigen Baustein nachhaltiger Stadtentwicklung werden können.

Dieser Beitrag fördert die UN-Nachhaltigkeitsziele (SDGs): Schön, dass es so viel Positives gibt. Danke:
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