Wie KI bedrohte Vogelarten aufspürt

Natur & Tourismus
Österreichischen Bundesforste, KI-Monitoring, Artenschutz, Naturschutz
Rekorder für akustisches Monitoring
Rekorder für akustisches Monitoring im Nationalpark Donau-Auen | Foto ©oebf/capreolus

Manche der seltensten Vogelarten Österreichs bleiben selbst erfahrenen Ornithologinnen und Ornithologen oft verborgen. Sie sind scheu, nachtaktiv oder leben in schwer zugänglichen Gebieten. Doch auch wenn sie kaum zu sehen sind, verraten sie sich durch ihre Rufe. Die Österreichischen Bundesforste nutzen deshalb ein innovatives akustisches Monitoring: Kleine Audiorekorder zeichnen die Geräuschkulisse in Wald- und Schutzgebieten auf, die anschließend mithilfe künstlicher Intelligenz ausgewertet wird. So lassen sich gefährdete Arten wie Zwergohreule, Wachtelkönig oder Auerhuhn deutlich zuverlässiger nachweisen und ihre Lebensräume gezielt schützen. Moderne Technologie wird damit zu einem wichtigen Werkzeug für den Erhalt der heimischen Artenvielfalt.

Unternehmenswert genial nutzen

Die Geräte zeichnen über Wochen hinweg die Geräuschkulisse in den Wäldern und Schutzgebieten auf. Anschließend analysiert eine KI die Aufnahmen und erkennt charakteristische Vogelstimmen. Die neue Methode ergänzt die klassische Feldbeobachtung durch Expertinnen und Experten und ermöglicht eine deutlich umfangreichere Datenerhebung auch zu Zeiten, in denen Menschen kaum im Gelände unterwegs sein können. 

Wertvolle Daten für den Artenschutz

Erste Projekte in den Nationalparks Kalkalpen und Donau-Auen zeigen bereits den Nutzen der Technologie. So konnten unter anderem Wachtelkönig und Zwergohreule nachgewiesen werden - beides Arten, deren Vorkommen bislang oft unentdeckt blieb. Die gewonnenen Daten helfen dabei, Brutgebiete zu identifizieren und Schutzmaßnahmen gezielt umzusetzen. Im Fall des Wachtelkönigs wurde sogar eine geplante Wiesenmahd verschoben, um den Lebensraum der seltenen Vögel zu erhalten. 

Warum das uns alle betrifft

Der Einsatz von KI im Naturschutz zeigt, dass moderne Technologien weit mehr können als Texte schreiben oder Bilder erstellen. Sie liefern wichtige Erkenntnisse darüber, wie sich Tierbestände entwickeln und welche Auswirkungen Klimawandel, Lebensraumverlust oder menschliche Eingriffe auf die Artenvielfalt haben.

Davon profitieren letztlich wir alle: Gesunde Ökosysteme sichern sauberes Wasser, stabile Wälder, den Schutz vor Naturgefahren und eine hohe Biodiversität – Leistungen, die für Mensch und Wirtschaft gleichermaßen unverzichtbar sind. Je früher Veränderungen erkannt werden, desto gezielter können Schutzmaßnahmen umgesetzt werden.

#schongenial, wie damit die Bundesforste aufzeigen, wie Digitalisierung und Naturschutz erfolgreich zusammenarbeiten können. 

Dieser Beitrag fördert die UN-Nachhaltigkeitsziele (SDGs):
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