Die Geräte zeichnen über Wochen hinweg die Geräuschkulisse in den Wäldern und Schutzgebieten auf. Anschließend analysiert eine KI die Aufnahmen und erkennt charakteristische Vogelstimmen. Die neue Methode ergänzt die klassische Feldbeobachtung durch Expertinnen und Experten und ermöglicht eine deutlich umfangreichere Datenerhebung auch zu Zeiten, in denen Menschen kaum im Gelände unterwegs sein können.
Wertvolle Daten für den Artenschutz
Erste Projekte in den Nationalparks Kalkalpen und Donau-Auen zeigen bereits den Nutzen der Technologie. So konnten unter anderem Wachtelkönig und Zwergohreule nachgewiesen werden - beides Arten, deren Vorkommen bislang oft unentdeckt blieb. Die gewonnenen Daten helfen dabei, Brutgebiete zu identifizieren und Schutzmaßnahmen gezielt umzusetzen. Im Fall des Wachtelkönigs wurde sogar eine geplante Wiesenmahd verschoben, um den Lebensraum der seltenen Vögel zu erhalten.
Warum das uns alle betrifft
Der Einsatz von KI im Naturschutz zeigt, dass moderne Technologien weit mehr können als Texte schreiben oder Bilder erstellen. Sie liefern wichtige Erkenntnisse darüber, wie sich Tierbestände entwickeln und welche Auswirkungen Klimawandel, Lebensraumverlust oder menschliche Eingriffe auf die Artenvielfalt haben.
Davon profitieren letztlich wir alle: Gesunde Ökosysteme sichern sauberes Wasser, stabile Wälder, den Schutz vor Naturgefahren und eine hohe Biodiversität – Leistungen, die für Mensch und Wirtschaft gleichermaßen unverzichtbar sind. Je früher Veränderungen erkannt werden, desto gezielter können Schutzmaßnahmen umgesetzt werden.
#schongenial, wie damit die Bundesforste aufzeigen, wie Digitalisierung und Naturschutz erfolgreich zusammenarbeiten können.