Verborgene Klimaschützer unter unseren Füßen

Natur & Tourismus
Revitalisierung, Moore, Österreichische Bundesforste, Universität Wien, Gosau, Bad Ischl, Spundwände, Holzpellets
Moorlandschaft "Torfstube" in Gosau
Moorlandschaft "Torfstube" in Gosau. Foto ©oebf/Christina Rittmannsperger

Moore zählen zu den wertvollsten, aber auch zu den am stärksten bedrohten Lebensräumen Österreichs. Sie speichern enorme Mengen an Kohlenstoff, regulieren den Wasserhaushalt und bieten seltenen Tier- und Pflanzenarten einen einzigartigen Lebensraum. Umso wichtiger sind Maßnahmen, die diese sensiblen Ökosysteme erhalten und wiederherstellen. Genau das ist nun in drei Moorgebieten der Österreichischen Bundesforste in Gosau und Bad Ischl gelungen.

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Dämme (Spundwände) in der "Torfstube"
Dämme (Spundwände) in der "Torfstube". Foto ©oebf/Christina Rittmannsperger

Im Rahmen eines gemeinsamen Projekts der Bundesforste und der Universität Wien wurden das Große Langmoos, das Torfmoos und die Moosklausalm revitalisiert. Ziel war es, den natürlichen Wasserhaushalt der Moore wiederherzustellen, der durch frühere Entwässerungsmaßnahmen beeinträchtigt worden war. 

Mit Holzpellets und Spundwänden gegen das Austrocknen

Damit Moore ihre wichtige Funktion als Wasser- und Kohlenstoffspeicher erfüllen können, müssen sie dauerhaft nass bleiben. Deshalb wurden in den drei Mooren insgesamt 420 Meter Spundwände errichtet, die den Wasserabfluss bremsen. Zusätzlich wurde im Großen Langmoos ein Entwässerungsgraben mit rund 25 Tonnen Holzpellets verfüllt. Die Maßnahmen sorgen dafür, dass das Wasser länger im Moor gehalten wird und sich die typischen Moorlebensräume wieder entwickeln können. 

Die Bundesforste werden die Entwicklung der Flächen künftig wissenschaftlich begleiten und regelmäßig die Wasserstände messen. So lässt sich nachvollziehen, wie erfolgreich die Renaturierungsmaßnahmen langfristig wirken. 

Ein Gewinn für Klima, Artenvielfalt und die Region

Die Bedeutung der Moore reicht weit über ihren unmittelbaren Lebensraum hinaus. Obwohl Moore weltweit nur einen kleinen Teil der Landfläche bedecken, speichern sie enorme Mengen an Kohlenstoff und leisten damit einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz. Gleichzeitig sind sie Hotspots der Biodiversität und bieten zahlreichen spezialisierten Arten einen Rückzugsort. 

Die Österreichischen Bundesforste bewirtschaften mehr als 2.000 Hektar Moorflächen und haben bereits über 50 Moorschutzprojekte umgesetzt. Die nun abgeschlossenen Arbeiten im Salzkammergut zeigen, wie wissenschaftliche Erkenntnisse und praktische Naturschutzarbeit erfolgreich zusammenspielen können. Ergänzend wurden vor Ort Informationstafeln installiert und ein Podcast-Projekt gestartet, um das Bewusstsein für die Bedeutung der Moore zu stärken. 

#schongenial, weil die Wiederherstellung von Mooren gleichzeitig Klima schützt, Artenvielfalt fördert und natürliche Wasserspeicher für kommende Generationen sichert.

Materialantransport für den Dammeinbau
Antransport des Materials für den Dammeinbau in der "Torfstube". Fotos ©oebf/Christina Rittmannsperger
Moor "Großes Langmoos"
"Großes Langmoos" in Gosau
Antransport für den Dammeinbau
Antransport des Materials für den Dammeinbau im "Großen Langmoos"
Heli-Einsatz zum Materialtransport
Helikoptereinsatz zum Antransport des Materials für den Dammeinbau im "Großen Langmoos"
Dieser Beitrag fördert die UN-Nachhaltigkeitsziele (SDGs):
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