Denn altersgerechtes Wohnen ist weit mehr als ein Angebot für Seniorinnen und Senioren. Stufenlose Zugänge, Aufzüge, großzügige Grundrisse oder ein gut erreichbares Wohnumfeld erleichtern den Alltag von Familien mit Kindern ebenso wie von Menschen mit temporären Einschränkungen. Gleichzeitig stärken sie die Selbständigkeit, fördern soziale Teilhabe und entlasten langfristig auch das Gesundheits- und Pflegesystem. Damit wird altersgerechtes Wohnen zu einem wichtigen Baustein einer zukunftsfähigen Gesellschaft.
Genau deshalb wird das Thema „Wohnen im Alter“ bei der WAG von Anfang an mitgedacht. Ziel ist es, Wohnraum so zu gestalten, dass Menschen möglichst lange selbstbestimmt leben können, unabhängig von ihrem Alter oder ihrer Lebenssituation.
Barrierefreiheit als Qualitätsanspruch
Bei Neubauprojekten gehören stufenlose Zugänge, ausreichend breite Türen, Liftanlagen in alle Geschoße und gut erreichbare Bedienelemente längst zum Standard. Barrierefreiheit wird dabei nicht als Zusatzleistung verstanden, sondern als grundlegender Qualitätsanspruch. Gebäude sollen über Jahrzehnte hinweg unterschiedlichsten Lebensphasen gerecht werden. Großzügige Bewegungsflächen, klare Orientierung und flexible Grundrisse erleichtern den Alltag für Familien mit Kinderwagen ebenso wie für Menschen mit eingeschränkter Mobilität. „Gutes Wohnen bedeutet für uns, Räume zu schaffen, die sich den Menschen anpassen und nicht umgekehrt. Wer heute barrierefrei baut, investiert in Lebensqualität, Nachhaltigkeit und die Zukunft unserer Gesellschaft“, betont WAG-Geschäftsführer Jürgen Harrich. Und weiter: „Ebenso wichtig ist die Verbindung von Wohnen und Service. Mobile Pflege, Beratungsangebote oder andere Unterstützungsleistungen sollen bei Bedarf unkompliziert verfügbar sein, ohne die Eigenständigkeit der Bewohnerinnen und Bewohner einzuschränken.“
Wohnqualität endet nicht an der Wohnungstür
Auch im Wohnungsbestand wird dieser Anspruch konsequent weiterverfolgt. Im Zuge von Sanierungen werden beispielsweise Liftanlagen nachgerüstet oder Zugänge verbessert. Gleichzeitig wird das gesamte Wohnumfeld mitgedacht. Denn selbst die beste Wohnung nützt wenig, wenn Einkaufsmöglichkeiten, medizinische Versorgung, öffentliche Verkehrsmittel oder Begegnungsräume fehlen. Moderne Quartiersentwicklung schafft daher vernetzte Lebensräume, die Selbständigkeit fördern und soziale Teilhabe ermöglichen.
Gelungene Beispiele aus Linz
Wie dieses Konzept in der Praxis funktioniert, zeigt unter anderem, das Keimelmayrgut am Bindermichl. Dort entstanden 37 barrierefreie und altersgerechte Wohnungen, die selbstbestimmtes Wohnen mit einem bedarfsgerechten Serviceangebot verbinden. Gemeinschaftsräume und gemeinsame Aktivitäten stärken das Miteinander, während die ausgezeichnete Infrastruktur mit Nahversorgung, Apotheke, Ärztinnen und Ärzten sowie öffentlichem Verkehr den Alltag erleichtert.
Auch die revitalisierten Bindermichl-Höfe stehen für zukunftsorientierte Bestandsentwicklung. Nachträglich eingebaute Lifte, energetische Modernisierungen und attraktive Innenhöfe ermöglichen es den Bewohnerinnen und Bewohnern, in ihrem gewohnten Umfeld zu bleiben und gleichzeitig von höherem Wohnkomfort zu profitieren.
Solche Wohnprojekte finden wir nicht nur dringend notwendig, sondern auch #schongenial.