Aus kleinen Veränderungen wird große Wirkung
Ein Jahr lang haben sieben Labore der tirol kliniken gemeinsam daran gearbeitet, ihren Ressourcenverbrauch zu reduzieren und Arbeitsabläufe nachhaltiger zu gestalten. Für dieses Engagement wurde das Pilotprojekt „my green lab“ mit dem ersten Platz beim Innovations- und Nachhaltigkeitspreis 2026 des Österreichischen Verbands Grüner Krankenhäuser ausgezeichnet. Die Fachjury bezeichnete das Vorhaben sogar als „Leuchtturmprojekt“ für nachhaltige Labore im Gesundheitswesen.
Dabei stand nicht die Entwicklung großer technischer Innovationen im Mittelpunkt, sondern die konsequente Umsetzung vieler praktischer Maßnahmen im Arbeitsalltag.
Nachhaltigkeit wird Teil der Routine
Zu den umgesetzten Projekten zählt beispielsweise die Wiederverwendung von Versand- und Verpackungsmaterialien. Auch bei der Lagerung von Laborproben wurden neue Wege beschritten: Statt energieintensiver Eismaschinen kommen sogenannte „Lab Armor Beads“ zum Einsatz, die Proben effizient kühlen und gleichzeitig Strom sparen. Darüber hinaus wurden umweltfreundlichere Chemikalien eingeführt und bestehende Prozesse kritisch hinterfragt.
Ein Beispiel dafür ist die Färbelösung „Blauer Jonas“, die eine nachhaltigere Alternative zu herkömmlichen Verfahren darstellt. Neben einer besseren Umweltverträglichkeit überzeugte sie auch durch ihre Wirtschaftlichkeit und die Qualität der Ergebnisse.
Messbare Ergebnisse statt guter Vorsätze
Die Bilanz des Projekts kann sich sehen lassen: Jährlich werden bereits jetzt mindestens 500 Kilogramm Abfall, rund 5.000 Kilowattstunden Strom und etwa eine Tonne CO₂-Äquivalente eingespart. Zusätzlich konnten tausende Müllsäcke vermieden werden. Nachhaltigkeit wurde außerdem strukturell in Arbeitsabläufe, Einschulungen und die Organisation der Labore integriert.
Aus dem Pilotprojekt ist inzwischen die Arbeitsgemeinschaft „ARGE Green-Labs“ entstanden. Ihr Ziel ist es, Erfahrungen weiterzugeben und weitere nachhaltige Verbesserungen in Laboren voranzutreiben. #schongenial, denn dieses Projekt zeigt, dass viele kleine, konsequent umgesetzte Maßnahmen gemeinsam eine große Wirkung für Umwelt, Ressourcen und die Zukunft des Gesundheitswesens entfalten können.