Alte Skier im Sperrmüll? Schnee von gestern!

Wirtschaft & Infrastruktur
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Gondel mit Schiern
Foto: Kipras Streimikis / Unsplash

In den letzten fünf Jahren wechselten in Österreich beeindruckende 1,8 Millionen Paar Ski und Skischuhe, 2,3 Millionen Paar Skistöcke und 1,4 Millionen Skihelme ihre Besitzer. Doch was passiert mit diesen Wintersportartikeln, wenn sie nicht mehr gebraucht werden?

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Leider landen viele von ihnen im Sperrmüll, was wertvolle Ressourcen ungenutzt lässt. Ein vielversprechendes Pilotprojekt, gestartet am 30. Januar 2024, zielt darauf ab, diese Herausforderung anzugehen und einen nachhaltigen Weg für das Recycling von Skiartikeln zu finden.

Die Kunst der Kreislaufwirtschaft

Die überwiegende Mehrheit der Ski, Skischuhe, Stöcke und Helme wird aus Kunststoffen hergestellt. Die Wintersportartikelhersteller sind sich des ökologischen Fußabdrucks bewusst und haben in den letzten zwei Jahren das Interesse an effizienten Recyclingmethoden verstärkt. Ein wichtiger Schritt in diese Richtung erfolgte durch die Zusammenarbeit mit dem Kunststoff-Cluster der Wirtschaftsagentur ecoplus in Niederösterreich, einem erfahrenen Akteur in der Kreislaufwirtschaft.

Das neue Forschungsprojekt, das von namhaften Herstellern wie Head, Atomic, Fischer, Blizzard-Tecnica und Leki unterstützt wird, setzt sich das Ziel, ökonomisch und ökologisch sinnvolle Recycling-Modelle für Ski, Bindung, Helm, Schuhe und Stöcke zu entwickeln. Forschungspartner sind die renommierte Montanuniversität Leoben in der Steiermark sowie das Transfercenter für Kunststofftechnik in Wels, Oberösterreich.

Neues Leben für alte Skier

Die Wiederaufbereitung der Sportartikel wird in verschiedenen Phasen durchgeführt. Von der Entwicklung eines effizienten Sammelsystems über die Aufbereitungsmöglichkeiten für gebrauchte Wintersportartikel bis hin zur Verwertung der Rohstoffe – das Projekt umfasst ein breites Spektrum nachhaltiger Maßnahmen. Die Pilotregionen für das Sammelsystem wurden mit dem Salzburger Pinzgau und Pongau bereits definiert, wobei weitere Regionen in Zukunft in Betracht gezogen werden.

Das Projekt erstreckt sich über drei Jahre, und konkrete Ergebnisse werden im dritten Jahr erwartet. Das langfristige Ziel ist es, einen erheblichen Anteil der wertvollen Materialien aus Skiartikeln in den Kreislauf zurückzuführen und somit einen wichtigen Beitrag zur nachhaltigen Entwicklung im Bereich des Wintersports zu leisten.

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Quelle: red, noe.ORF.at/Agenturen

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