Zellulose statt Kunststoff
Die Nachfrage nach nachhaltigen Verpackungen steigt sowohl bei Konsumentinnen und Konsumenten als auch bei Markenherstellern kontinuierlich. Besonders in den Bereichen Lebensmittel, Kosmetik und Konsumgüter werden Alternativen zu herkömmlichen Kunststoffverpackungen gesucht. Vor diesem Hintergrund haben die Hébert-Gruppe und ANDRITZ die sogenannte Dry Molded Fiber-Technologie (DMF) weiterentwickelt. Dabei werden natürliche Zellulosefasern zu dreidimensionalen Verpackungslösungen geformt, die recycelbar und biologisch abbaubar sind.
Die Technologie eröffnet vielfältige Einsatzmöglichkeiten – von Schalen und Deckeln bis hin zu Verpackungen für hochwertige Konsumgüter. Gleichzeitig werden fossile Rohstoffe durch nachwachsende oder recycelte Fasermaterialien ersetzt.
Ressourcenschonend von Anfang an
Ein entscheidender Vorteil liegt im Produktionsprozess selbst. Während herkömmliche Verfahren zur Faserformung große Mengen Wasser benötigen, kommt die Dry Molded Fiber-Technologie nahezu ohne Wasser aus. Dadurch sinkt nicht nur der Wasserverbrauch erheblich, sondern auch der Energiebedarf der Produktion. Auf aufwendige Trocknungsschritte kann weitgehend verzichtet werden, was die Herstellung zusätzlich effizient macht.
Die Kombination aus geringem Ressourcenverbrauch und hoher Produktionsgeschwindigkeit macht die Technologie besonders interessant für eine industrielle Anwendung im großen Maßstab. Damit entsteht eine nachhaltige Alternative, die auch wirtschaftlich attraktiv sein kann.
Gemeinsam Innovation vorantreiben
Die Hébert-Gruppe begann bereits vor einigen Jahren damit, neue Lösungen für nachhaltige Verpackungen zu entwickeln. Aus der steigenden Nachfrage nach umweltfreundlichen Alternativen entstand schließlich ein eigenes Geschäftsfeld für trockengepresste Faserprodukte. Mit dem Know-how von ANDRITZ im Bereich Anlagenbau, Prozessoptimierung und Fasertechnologien konnte die Entwicklung weiter beschleunigt werden.
Heute werden bereits erste Produkte aus trockengepressten Fasern hergestellt. Gleichzeitig arbeiten die Partner daran, weitere Anwendungen und Produktionsmöglichkeiten zu erschließen, um die Technologie für unterschiedlichste Branchen nutzbar zu machen.
Ein Schritt Richtung Kreislaufwirtschaft
Die Zusammenarbeit von Hébert und ANDRITZ zeigt, wie technologische Innovation und Nachhaltigkeit Hand in Hand gehen können. Recycelbare und biologisch abbaubare Faserprodukte helfen dabei, Einwegplastik zu reduzieren und Materialkreisläufe zu schließen. Gleichzeitig erhalten Unternehmen neue Möglichkeiten, ihre Nachhaltigkeitsziele zu erreichen und den steigenden Anforderungen von Kundinnen, Kunden und Gesetzgebern gerecht zu werden.
#schongenial, wenn durch innovative Technologielösungen Plastik durch natürliche Fasern ersetzt werden können und so gleichzeitig Wasser und Energie eingespart werden kann.