Rekordzuschlag für heimische Bahntechnik
Die voestalpine Railway Systems erhält für das europäische Infrastruktur-Großprojekt ihren bislang größten Einzelauftrag. Das Auftragsvolumen beträgt rund 470 Millionen Euro und umfasst die Lieferung von bis zu 1.000 Hochgeschwindigkeits- und Normalgeschwindigkeitsweichen sowie digitaler Überwachungs- und Monitoringsysteme.
Rail Baltica gilt als eines der bedeutendsten Bahnprojekte Europas. Die neue, vollständig elektrifizierte Nord-Süd-Verbindung soll künftig die Hauptstädte Tallinn, Riga und Vilnius mit Warschau verbinden und damit das Baltikum stärker an das europäische Schienennetz anbinden. Die Strecke ist für hohe Geschwindigkeiten ausgelegt und soll den Personen- und Güterverkehr zwischen Nord- und Mitteleuropa deutlich beschleunigen.
Digitalisierung als Schlüssel zur Zukunft
Für die voestalpine bedeutet der Zuschlag nicht nur einen wirtschaftlichen Erfolg, sondern auch eine strategische Stärkung ihrer Position als Anbieter kompletter Bahninfrastruktur-Lösungen. Die Rahmenvereinbarungen sehen neben den Weichen auch volldigitale Überwachungssysteme vor, die eine laufende Zustandskontrolle ermöglichen und so die Verfügbarkeit der Infrastruktur erhöhen sollen.
Produziert werden die Komponenten an Standorten in Litauen und Lettland. Die ersten Prototypen sollen bereits 2027 ausgeliefert werden. Damit ist die voestalpine früh in ein Projekt eingebunden, das als Schlüsselvorhaben für die europäische Verkehrsinfrastruktur gilt.
Ein Meilenstein für Europa und Oberösterreich
Konzernchef Herbert Eibensteiner bezeichnete den Auftrag als Beleg für die technologische Kompetenz des Unternehmens im Bereich Bahninfrastruktur. Auch Railway-Systems-Vorstand Franz Kainersdorfer sieht darin einen wichtigen Meilenstein für die weitere internationale Expansion des Geschäftsbereichs.
#schongenial, wenn heimische Unternehmen Teil eines Infrastrukturprojekts werden, das die Mobilität in Europa langfristig verändern und Europa enger zusammenrücken lassen soll.