Gault-Millau 2024: Österreich ist um zwei Spitzenlokale reicher!

Kulinarik & Kultur
Foto: Jay Wennington (Unsplash)

Erstmals in der Gault-Millau-Historie wurden kürzlich in Wien gleich zwei Köche in die elitäre Gruppe mit fünf Hauben aufgenommen. Die Ausgezeichneten, Andreas Döllerer aus dem salzburgischen Golling und Juan Amador aus Wien-Döbling, erreichten jeweils 19 von 20 möglichen Punkten und erstrahlen nun mit fünf Hauben in der Liste. Ihre kulinarischen Signaturen könnten unterschiedlicher nicht sein: Während Döllerer die Alpine Cuisine verkörpert und regionale Produkte auf höchstem Niveau zelebriert, gilt Amador als "Großmeister der feinen Nuancen und Proportionen", der die kompromisslose Qualität seiner Zutaten in den Vordergrund stellt, so die Herausgeber Martina und Karl Hohenlohe im Vorwort des Guides.

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Die Aufnahme dieser beiden Ausnahmetalente in die höchste Kategorie des Gault-Millau unterstreicht die Vielfalt und Exzellenz der österreichischen Gourmet-Küche. Insgesamt listet der neue Gault-Millau nun acht Lokale in dieser begehrten Spitzenkategorie, was die anhaltende Exzellenz und Vielfalt der heimischen Gastronomieszene unterstreicht.

Koch des Jahres und weitere Auszeichnungen

Die Ehrungen beschränkten sich nicht nur auf die neuen Fünf-Hauben-Lokale. Der begehrte Titel "Koch des Jahres 2024" wurde Alain Weissgerber vom Taubenkobel im burgenländischen Schützen am Gebirge zuteil. Weissgerber, gebürtiger Franzose aus dem Elsass, führt seit 2014 gemeinsam mit seiner Frau Barbara Eselböck das renommierte Restaurant, das bereits 1984 von seinen Schwiegereltern eröffnet wurde. Mit 18,5 Punkten und vier Hauben im aktuellen Guide ist der Taubenkobel ein unbestreitbarer Leuchtturm der österreichischen Kulinarik.

Darüber hinaus erhielten weitere gastronomische Perlen des Landes neue Auszeichnungen im aktuellen Guide. Lokale wie Die Forelle am Weissensee, Die Weinbank in Ehrenhausen, Kräuterreich by Vitus Winkler in St. Veit/Pongau und der Rote Wand Chef's Table im Schualhus in Zug/Lech am Arlberg erzielten 18,5 Punkte und wurden somit in die Elite des Gault-Millau aufgenommen.

Eine besondere Anerkennung erhielt Jeremias Riezler von der Walserstuba im Kleinwalsertal. Er wurde mit der Grünen Haube für "gelebte Nachhaltigkeit" ausgezeichnet, die auf verantwortungsbewussten Einkauf, Abfallmanagement und Energieeinsatz abzielt.

In weiteren Kategorien wurden auch herausragende Fachleute geehrt: Jan Eggers, Patissier des Jahres, der im Restaurant Zur Goldenen Birn im Parkhotel in Graz tätig ist, sowie Melanie Castillo, die den Titel Barkeeperin des Jahres für ihre Lokale Barfly's und Castillo's Eis & Bar in Wien erhielt.

Die Verleihung dieser begehrten Auszeichnungen unterstreicht nicht nur die herausragende Kochkunst und gastronomische Vielfalt Österreichs, sondern ermutigt auch zu einer breiteren Wertschätzung und Anerkennung für diejenigen, die das Land zu einem wahren Genussparadies machen.

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