Wenn Hände wieder greifen lernen

Sport & Gesundheit
Kepler Universitätsklinikum, Linz, Handchirurgie, Handrekonstruktionen
Arzt untersucht Hand
Fotocredit: ©ORF OÖ

Ein Griff zur Kaffeetasse, das Zubinden der Schuhe oder eine Umarmung. Für die meisten Menschen sind das selbstverständliche Bewegungen. Doch nach schweren Unfällen oder komplexen Nervenschäden können selbst einfachste Handbewegungen unmöglich werden. Am Kepler Universitätsklinikum in Linz arbeiten Spezialistinnen und Spezialisten daran, genau diese Fähigkeiten wiederherzustellen – oft mit beeindruckenden Ergebnissen.

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Videocredit: ©ORF OÖ.

Die Hand als Meisterwerk der Natur

Die menschliche Hand zählt zu den komplexesten Strukturen des Körpers. Knochen, Sehnen, Muskeln, Blutgefäße und Nerven greifen wie Zahnräder ineinander. Bereits kleinste Verletzungen können die Funktion erheblich beeinträchtigen. Besonders herausfordernd sind schwere Traumata, bei denen mehrere dieser Strukturen gleichzeitig beschädigt werden.

Hier kommt die moderne rekonstruktive Handchirurgie ins Spiel. Ziel ist es, nicht nur das äußere Erscheinungsbild zu erhalten, sondern vor allem die Beweglichkeit, Sensibilität und Greiffunktion wiederherzustellen.

Mikrochirurgie im Millimeterbereich

Am Kepler Universitätsklinikum werden dafür hochspezialisierte Verfahren eingesetzt. Unter dem Operationsmikroskop verbinden Chirurginnen und Chirurgen feinste Blutgefäße und Nerven, die oft nur wenige Millimeter oder sogar Bruchteile davon messen. Nerven können durch Transplantationen oder sogenannte Nerventransfers rekonstruiert werden. Auch Sehnenumlagerungen und Muskeltransfers kommen zum Einsatz, wenn wichtige Bewegungsfunktionen verloren gegangen sind.

Die Eingriffe erfordern nicht nur chirurgisches Können, sondern auch eine enge Zusammenarbeit mit Physiotherapie, Ergotherapie und Rehabilitation. Denn der Weg zurück zu einer funktionierenden Hand endet nicht im Operationssaal.

Hoffnung nach schweren Verletzungen

Immer wieder zeigt sich, was moderne Handchirurgie leisten kann. Nach schweren Arbeits- oder Freizeitunfällen gelingt es den Teams am Kepler Universitätsklinikum regelmäßig, selbst stark zerstörte oder nahezu abgetrennte Hände zu retten. In mehrstündigen Operationen werden Knochen stabilisiert, Gefäße rekonstruiert und Nerven wieder verbunden.

Für die Betroffenen bedeutet das weit mehr als eine medizinische Erfolgsgeschichte. Die Wiedererlangung der Handfunktion ermöglicht häufig die Rückkehr in den Beruf, in den Alltag und zu einem selbstbestimmten Leben.

#schongenial, wenn komplexe Handrekonstruktionen dank herausragender medizinischer Leistungen den betroffenen Menschen ein Stück ihrer Unabhängigkeit zurückgeben.

Dieser Beitrag fördert die UN-Nachhaltigkeitsziele (SDGs): Schön, dass es so viel Positives gibt. Danke:
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