Digitale Assistenzsysteme helfen dabei, exakter, schonender und individueller zu operieren – ein bedeutender Schritt in Richtung patientenzentrierter Versorgung.
Gerade bei orthopädischen Operationen, wie dem Einsatz von Knieprothesen, spielt absolute Präzision eine entscheidende Rolle. Selbst kleinste Abweichungen können langfristig zu Schmerzen oder Bewegungseinschränkungen führen. Hier kommen neue digitale Werkzeuge ins Spiel – und verändern die chirurgische Praxis nachhaltig.
Österreich-Premiere: Erste Knie-Teilprothese mit digitaler Unterstützung
Am Ordensklinikum Linz wurde nun erstmals in Österreich eine Knie-Teilprothese mithilfe eines hochmodernen digitalen OP-Systems eingesetzt. Das Assistenzsystem analysiert während des Eingriffs in Echtzeit die individuellen Bewegungsachsen und die Weichteilspannung des Knies. Auf Basis dieser Daten kann die Prothese exakt auf die persönlichen anatomischen Gegebenheiten abgestimmt werden – ohne aufwändige Voruntersuchungen mit CT oder MRT.
Diese Form der OP-Navigation bringt sowohl für Patient:innen als auch für Chirurg:innen enorme Vorteile: Die Platzierung der Prothese ist präziser, der Eingriff gewebeschonender, und die spätere Mobilität kann deutlich verbessert werden. Auch bei Teilprothesen, die besonders individuell angepasst werden müssen, ist das ein enormer Fortschritt.
Technik, die nicht ersetzt, sondern unterstützt
Das digitale System agiert dabei nicht autonom, sondern bleibt ein intelligentes Werkzeug in der Hand erfahrener Operateurinnen und Operateure. Es ergänzt klinisches Wissen um digitale Präzision – nicht als Ersatz, sondern als Erweiterung. In Kombination mit der Routine der Chirurg:innen entsteht so ein neuer Qualitätsstandard in der orthopädischen Versorgung.
#schongenial, wenn Technik hier nicht ersetzt, sondern ergänzt und so für mehr Präzision und bessere Heilungschancen sorgt.