Europas stiller KI-Gigant?

Wissenschaft & Bildung
Univ.-Prof. Dr. Sepp Hochreiter
Foto: ©OÖN/Volker Weihbold

Die Johannes Kepler Universität Linz (JKU) hat sich in den vergangenen Jahren zu einem der führenden akademischen Zentren für Informatik und Künstliche Intelligenz (KI) in Europa entwickelt. Insbesondere im Bereich des maschinellen Lernens nimmt die Universität eine herausragende Stellung ein. Maßgeblich verantwortlich dafür ist das Institute for Machine Learning unter der Leitung von Univ.-Prof. Dr. Sepp Hochreiter, einem der Pioniere im Bereich Deep Learning.

Unternehmenswert genial nutzen

Hochreiter ist Mitentwickler der Long Short-Term Memory (LSTM)-Netzwerke, die heute zu den zentralen Architekturen moderner KI-Anwendungen zählen.

Ergänzt wird diese Exzellenz durch das Institute for Symbolic Artificial Intelligence, das sich auf logikbasierte Systeme, formale Verifikation und symbolische Methoden der KI fokussiert. Die JKU ist zudem führender Partner im österreichischen Cluster of Excellence „Bilateral AI“, einem mit über 70 Millionen Euro dotierten Projekt zur Entwicklung von breit einsetzbarer, generalisierender KI jenseits spezialisierter Anwendungsdomänen.

Studienprogramme mit internationalem Profil

Die JKU war eine der ersten europäischen Universitäten, die einen eigenständigen Bachelorstudiengang „Artificial Intelligence“ einführte. Dieser kombiniert Grundlagen der Informatik, Mathematik und Ethik mit praxisnaher KI-Ausbildung. Im konsekutiven Masterprogramm AI werden fortgeschrittene Themen wie Reinforcement Learning, Embedded Intelligence und Human-Centered AI behandelt. Beide Programme zeichnen sich durch ihre Interdisziplinarität sowie internationale Ausrichtung aus und stoßen auf hohe Nachfrage.

Strukturierte Kooperation mit Wirtschaft und Forschung

Ein weiteres Merkmal der JKU ist die enge Verzahnung von universitärer Forschung mit industrieller Anwendung. Über Einrichtungen wie das Software Competence Center Hagenberg (SCCH) sowie Partnerschaften mit Unternehmen wie dSPACE oder AVL wird angewandte KI-Forschung systematisch gefördert. Gleichzeitig ist die JKU Sitz der ELLIS Unit Linz, eines Knotenpunkts im europäischen Forschungsnetzwerk für lernende Systeme.

Mit einem klaren Fokus auf wissenschaftliche Exzellenz, international sichtbare Forschungsleistungen und moderne, interdisziplinäre Lehre etabliert sich die JKU Linz zunehmend als zentraler Akteur in der europäischen KI- und IT-Landschaft.

Dieser Beitrag fördert die UN-Nachhaltigkeitsziele (SDGs): Schön, dass es so viel Positives gibt. Danke:
keba
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