Linzer KI-Modell – die europäische Antwort auf ChatGPT?

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Gruppenfoto NXAI Gründer: Felix Neusser, Univ.-Prof. Dr. Sepp Hochreiter, Albert Ortig (v.l.n.r.)
Foto: © NXAI

Die Künstliche Intelligenz (KI) hat sich längst als eine der zentralen Technologien des 21. Jahrhunderts etabliert. Mit dem Aufkommen von Chatbots wie ChatGPT, entwickelt von der Firma OpenAI, wurde KI erstmals massentauglich und fand breite Anwendung in verschiedenen Bereichen. Doch nun lässt folgende Nachricht aufhorchen: Ein KI-Modell, entwickelt von Sepp Hochreiter an der Johannes-Kepler-Universität (JKU), beansprucht, nicht nur besser, sondern auch ressourcenschonender als ChatGPT zu sein.

Linzer KI-Modell auf dem Sprung

Um Europa im globalen Wettbewerb zu stärken, gründete Sepp Hochreiter, Mitbegründer der modernen KI-Forschung und Leiter des Instituts für Machine Learning an der JKU Linz, gemeinsam mit dem Unternehmer Albert Ortig die Firma NXAI. Unterstützung erhält das Projekt unter anderem von der Pierer Digital Holding, einem Teil des KTM-Konzerns. Die JKU Linz ist als wichtiger Forschungspartner ebenfalls an Bord. Mit über 400 Studierenden im Studiengang "Artificial Intelligence" hat die Universität bereits ein starkes Interesse an KI-Forschung und -Entwicklung geweckt.

Europas Antwort auf die KI-Dominanz

Die Kernidee hinter dem Linzer KI-Modell, das auf der Technologie xLSTM basiert, ist es, eine effizientere und schnellere Alternative zu den gängigen Transformer-Modellen, auf denen ChatGPT aufbaut, anzubieten. Während letztere enorme Rechenressourcen verbrauchen und bei komplexen Aufgabenstellungen langsamer und ungenauer werden, soll xLSTM die Semantik von Texten besser verarbeiten können und somit mit weniger Rechenaufwand bessere Ergebnisse erzielen. Albert Ortig betont jedoch, dass es nicht das Ziel sei, direkt mit den führenden KI-Firmen wie OpenAI, Microsoft oder Google in Wettbewerb zu treten, sondern vielmehr eine europäische Alternative zu entwickeln, die Europa im globalen KI-Markt unabhängiger macht.

Insgesamt ist es klar, dass die Bemühungen um eine europäische KI-Alternative noch in den Anfängen stecken, aber das Potenzial haben, die KI-Landschaft nachhaltig zu verändern. Mit Hochreiters Expertise, der Unterstützung von Unternehmen und der Forschungsinfrastruktur an der JKU Linz ist jedenfalls bereits ein vielversprechender Start gemacht worden.

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Quelle: derstandard.de / Martin Stepanek

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