Neue Chancen für alte Stoffe

Engagement & Wissenswertes
Saubermacher, Salesianer, Recycling Alttextilien, Re-Use, Nachhaltigkeit
Wurzer, Opelt von Saubermacher; Marchl, Nell von Salesianer
v.l.n.r.: Geben gewerblichen Textilien eine neue Chance: Eva-Maria Wurzer, Saubermacher; Andreas Opelt, Saubermacher; Phillip-Sebastian Marchl, SALESIANER; Mathias Nell, SALESIANER | © SALESIANER/Marcel Springsholz

Alte Arbeitskleidung, Hotelwäsche oder Textilien aus Pflegeeinrichtungen müssen nicht automatisch im Abfall enden. Saubermacher und SALESIANER zeigen mit einem gemeinsamen Pilotprojekt, welches Potenzial in gebrauchten Stoffen steckt. Ziel ist es, gewerbliche Alttextilien stärker in die Kreislaufwirtschaft einzubinden und daraus neue Rohstoffe für die Zukunft zu gewinnen.

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Vom Wäschestapel in die Kreislaufwirtschaft

Im Mittelpunkt des zwölfmonatigen Projekts stehen gewerbliche Alttextilien aus dem Miettextil- und Wäschereibereich. Dazu zählen etwa Arbeitskleidung, Bettwäsche aus Hotels oder Textilien aus Pflege- und Gesundheitseinrichtungen. Diese Stoffe stellen die Recyclingbranche bislang vor große Herausforderungen: Unterschiedliche Materialmischungen, starke Abnutzung und Verschmutzungen erschweren die Wiederverwertung erheblich.

Gleichzeitig haben diese Textilien einen entscheidenden Vorteil: Sie fallen regelmäßig und in planbaren Mengen an. Zudem ist genau bekannt, aus welchen Materialien sie bestehen und wie lange sie genutzt wurden. Genau diese Transparenz soll nun helfen, neue Recyclingwege zu entwickeln. Während SALESIANER das Know-how über Materialarten und Nutzungszyklen einbringt, übernimmt Saubermacher die Sortierung, Analyse und Suche nach passenden Verwertungsmöglichkeiten.

Weniger Verbrennung, mehr Wiederverwertung

Ziel des Projekts ist es, möglichst viele Textilien nicht thermisch zu verwerten, sondern stofflich wieder nutzbar zu machen. Das bedeutet: Alte Stoffe sollen entweder zu neuen Textilien verarbeitet oder in anderen Produkten weiterverwendet werden. Re-Use hat dabei Vorrang, ist bei stark beanspruchten gewerblichen Textilien aber oft nur eingeschränkt möglich. Deshalb suchen die Projektpartner gezielt nach neuen Anwendungen und Absatzmärkten für recycelte Materialien.

Für die Kreislaufwirtschaft könnte das ein wichtiger Schritt sein. Denn die Textilbranche zählt weltweit zu den ressourcenintensivsten Industrien. Gleichzeitig steigen die Anforderungen an nachhaltige Recyclinglösungen und CO₂-Einsparungen kontinuierlich.

Ein Modell für die Zukunft?

Das Pilotprojekt soll zeigen, ob geschlossene oder teilweise geschlossene Textilkreisläufe im großen Stil möglich sind. Die Ergebnisse könnten künftig auch anderen Unternehmen als Vorlage dienen. Schon jetzt sehen Branchenexpert:innen darin einen wichtigen Impuls für eine nachhaltigere Textilwirtschaft.

Solche Kooperationsideen sind einfach #schongenial.

Dieser Beitrag fördert die UN-Nachhaltigkeitsziele (SDGs):
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