Um diese Fragen frühzeitig und fundiert zu beantworten, betreibt Binder+Co in Gleisdorf ein eigenes Technikum, in dem Recyclingprozesse unter realitätsnahen Bedingungen getestet werden können. Das Technikum wurde bereits in den 80er Jahren im Beisein der damaligen Wissenschaftsministerin Hertha Firnberg eröffnet.
Das Technikum ist mit industriellen Maschinen ausgestattet – darunter Siebmaschinen, moderne Sortierlösungen und eine Wirbelschichttrocknungsanlage. Damit lassen sich komplette Prozessschritte durchspielen, bewerten und auf spezifische Materialeigenschaften anpassen. Ziel ist es, Planungssicherheit zu schaffen und spätere Investitionen auf eine verlässliche technische Grundlage zu stellen.
Reale Bedingungen, aussagekräftige Ergebnisse
Im Technikum können unterschiedlichste Materialien getestet werden – darunter Glas, Altholz, Metall- und Elektroschrott oder andere Fraktionen aus dem Bereich der Sekundärrohstoffe. Die Versuche liefern Daten zu wesentlichen Kennwerten wie Durchsatz, Korngrößenverteilung, Restfeuchte, Trennschärfe und Produktreinheit.
Oft reichen bereits kleinere Materialmengen aus, um fundierte Aussagen über die Machbarkeit und Effizienz eines Verfahrens zu treffen. Dies ermöglicht es, technische Konzepte gezielt auf die jeweilige Anwendung abzustimmen – sei es bei der Entwicklung neuer Anlagen oder bei der Optimierung bestehender Prozesse. Die Versuche können zudem helfen, Anlagen- oder Energiebedarf realistischer einzuschätzen und so spätere Fehlplanungen oder unnötige Mehrkosten zu vermeiden.
Auswertung als Planungs- und Entscheidungsgrundlage
Nach Abschluss der Materialtests erhalten Kund:innen eine detaillierte Auswertung. Diese umfasst je nach Fragestellung unter anderem Analysen zur Partikelgröße, zur Feuchtigkeit und zur Zusammensetzung des aufbereiteten Materials. Die Daten können für die technische Auslegung von Anlagen, die Wirtschaftlichkeitsbewertung eines Projekts oder auch für Machbarkeitsstudien genutzt werden.
Der Testprozess ermöglicht realitätsnahe Einschätzungen, wie sich ein Verfahren im industriellen Maßstab verhalten würde. Das Technikum dient damit als wichtige Schnittstelle zwischen Forschung, Technik und industrieller Praxis.
Wissenstransfer und Entwicklungspartnerschaft
Neben der Versuchsdurchführung versteht sich Binder+Co auch als Partner im Bereich des Wissenstransfers. Die Expert:innen vor Ort bringen langjährige Erfahrung in der Aufbereitung von Roh- und Sekundärrohstoffen mit und begleiten die Tests auf Wunsch auch konzeptionell.
Für Unternehmen bedeutet das: geringeres Risiko, fundierte Daten und ein klareres Bild von möglichen Lösungen – bevor investiert wird.
#schongenial, wenn Recyclingprozesse realistisch getestet werden und dadurch ressourcenschonende, wirtschaftlich sinnvolle Entscheidungen auf einer fundierten Datenbasis treffen können.