Der Hintergrund dieses grünen Vorhabens liegt in der zunehmenden Erzeugung von Strom aus erneuerbaren Energiequellen wie Wind und Sonne. Jedoch fällt dieser Strom oft zur falschen Zeit an – im Sommer, wenn die Nachfrage gering ist. Die Lösung könnte im Wasserstoff als idealem Speichermedium liegen. Oberösterreich plant, erstmals unterirdische Erdgasspeicher mit Wasserstoff zu füllen, der im Sommer aus überschüssigem Strom erzeugt wird. Im Winter soll dieser Wasserstoff dann in den bisher mit Erdgas betriebenen Kraftwerken der Linz AG zur Stromerzeugung verwendet werden.
Unterirdische Wasserstoffspeicherung
Das Projekt hat zum Ziel, eine unterirdische Wasserstoffspeicherung marktreif zu machen und eine entsprechende Infrastruktur aufzubauen. Oberösterreich fungiert hier als Vorreiter, dessen Erfahrungen als Exempel für ganz Europa dienen sollen. Das angestrebte Ende des Projekts bis 2029 sieht vor, das heimische Wasserstoff-System in eine europäische Infrastruktur zu integrieren. Die Wasserstoffspeicherung bietet eine ideale, langfristige Lösung für erneuerbare Energiequellen. Bei PV, Wind und Wasser wird im Sommer mehr produziert als benötigt, während im Winter eine "Dunkelflaute" herrscht. Diese saisonale Speicherung mit Wasserstoff erscheint somit als vielversprechender Ansatz, um den Überschuss sinnvoll zu nutzen.
Neben der Linz AG sind auch Bildungseinrichtungen wie die Montanuniversität Leoben sowie Forschungsinstitute und weitere Unternehmen beteiligt. Das Engagement dieser Akteure verdeutlicht die breite Unterstützung und das Interesse an der erfolgreichen Umsetzung dieses wegweisenden Pionierprojekts für die Energiezukunft Europas.
schon genial, was alles zu Wege gebracht werden kann.
Quelle: red, ooe.ORF.at/Agenturen