Wenn die Nachfolge gelingt, bleibt Zukunft im Ort

Wirtschaft & Infrastruktur
KGG, UBG, Unternehmensnachfolge, Exmanco Riegler, Perg
Unternehmensnachfolge in Autowerkstatt Exmanco Riegler in Perg
Der Gründerfonds für die OÖ Wirtschaft erleichterte Markus Riegler die Übernahme der Werkstatt. Das Team ist seither von sieben auf rund zwölf Personen gewachsen, aktuell werden auch zwei Lehrlinge ausgebildet. Mit im Bild: Lehrling Robert. | Foto: ©www.kgg-ubg.at

Die wirtschaftlichen Herausforderungen des ländlichen Raums zeigen sich nicht nur bei großen Investitionen. Eine mindestens ebenso wichtige Frage lautet: Wer führt bestehende Betriebe in die Zukunft? Wenn eine Werkstatt, ein Handelsbetrieb oder ein Handwerksunternehmen keinen Nachfolger findet, verschwindet häufig weit mehr als ein Firmenname. Arbeitsplätze gehen verloren, Lehrstellen fallen weg und die Bevölkerung muss für alltägliche Dienstleistungen weitere Wege zurücklegen.

Unternehmenswert genial nutzen

Betriebsübernahmen sind deshalb ein entscheidender Faktor für lebendige Regionen. Für die neuen Eigentümer bedeuten sie jedoch einen enormen Schritt. Sie übernehmen Verantwortung für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, laufende Kosten, notwendige Investitionen und bestehende Kundenbeziehungen. Gleichzeitig muss die Finanzierung auf einer Basis stehen, die dem neuen Unternehmen genügend Luft für seine Entwicklung lässt.

KGG und UBG können gemeinsam mit Banken dazu beitragen, die notwendige finanzielle Basis für Gründungen, Übernahmen und Investitionen zu schaffen. Während Bürgschaften Risiken absichern können, stärken Beteiligungen die Eigenkapitalbasis. Gerade bei einer Betriebsübernahme kann das den finanziellen Spielraum schaffen, den Unternehmer für einen erfolgreichen Start benötigen.

Exmanco Riegler: Vom Mitarbeiter zum Unternehmer

Wie das in der Praxis funktioniert, zeigt die Autowerkstatt Exmanco Riegler in Perg. Markus Riegler war dort mehr als 20 Jahre beschäftigt, als sich 2023 die Chance ergab, den Betrieb selbst zu übernehmen. Aus dem langjährigen Mitarbeiter wurde ein Unternehmer. Und aus der beruflichen Chance eine finanzielle Verantwortung.

Riegler brachte eigenes Kapital ein. Für die Erfüllung der Voraussetzungen eines geförderten Kredits des Austria Wirtschaftsservice erwies sich die Beteiligung des OÖ Gründerfonds als wertvolle Ergänzung der Finanzierungsstruktur und verbesserte die Ausgangsposition für die Finanzierung. Dadurch konnten unter anderem neue Werkzeuge
angeschafft, der Warenbestand übernommen sowie Investitionen in EDV und LED-Beleuchtung umgesetzt werden.

Unternehmensnachfolge wird zur Standortfrage

Der Effekt reicht weit über die Finanzierung der Übernahme hinaus. Das Team des Betriebs wuchs von sieben auf rund zwölf Personen, zudem werden zwei Lehrlinge ausgebildet. Gleichzeitig blieb der Region eine markenunabhängige Werkstatt mit Zubehörhandel und persönlicher Beratung erhalten.

Damit zeigt sich, welche wirtschaftliche Bedeutung passende Finanzierungsmöglichkeiten für den ländlichen Raum haben. Wenn KGG und UBG dazu beitragen, eine Betriebsübernahme oder Weiterentwicklung zu ermöglichen, bleiben Know-how, Arbeitsplätze, Ausbildungsangebote und Dienstleistungen in der Region. 

#schongenial, wenn so aus einer unternehmerischen Entscheidung ein wichtiger Beitrag zur Zukunft eines ganzen Standorts wird.

Dieser Beitrag fördert die UN-Nachhaltigkeitsziele (SDGs): Schön, dass es so viel Positives gibt. Danke:
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