Foto: Initiative Sindbad
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"Wir verbinden Lebenswelten" - Chancengleichheit durch Mentoring

Die Initiative SINDBAD widmet sich in Österreich dem drängenden Problem ungleich verteilter Bildungschancen und -zugänge. Diese Ungleichheiten sind oft „erblich bedingt“ und stark von Einkommen sowie Bildungsniveau der Eltern abhängig. Statistiken verdeutlichen, dass fast die Hälfte der Arbeitssuchenden unter 25 Jahren maximal einen Pflichtschulabschluss aufweist, wobei dieser Anteil in Wien noch höher liegt.

Die Lösung besteht in einem 8- bzw. 12-monatigen 1:1 Mentoringprogramm, das seit 2016 über 2600 junge Menschen aus verschiedenen Lebensumfeldern zusammengebracht hat. Jugendliche im letzten Pflichtschuljahr, insbesondere von Mittel- und Polytechnischen Schulen, werden als "Sindbad Mentees" persönlich begleitet. Ziel ist es, sie erfolgreich in Lehrberufe oder weiterführende Schulen zu begleiten. Die MentorInnen, im Alter von 20 bis 35 Jahren, vertiefen dabei ihre sozialen Fähigkeiten und übernehmen gleichzeitig eine gesellschaftliche Verantwortung.


Das Kernstück des Mentoringprogramms bildet die 1:1-Beziehung zwischen Mentee und MentorIn, die durch regelmäßige Treffen geprägt ist. Zusätzlich zu dieser Beziehung erhalten die Teilnehmenden Unterstützung in Form von Modulen wie Supervisionen, Kommunikations- und Bewerbungstrainings. Dieses ganzheitliche Programm zielt darauf ab, Bildungschancen gerechter zu verteilen und eine nachhaltige Verbindung zwischen verschiedenen Lebenswelten herzustellen.


Im Jahr 2016 ins Leben gerufen, hat sich "Sindbad Social Business" als ein fest etabliertes Sozialunternehmen positioniert. Heute erstreckt sich der Wirkungsbereich von Sindbad über mehrere Städte und Bundesländer in Österreich, wie Wien, Niederösterreich, Graz, Linz, Innsbruck, Salzburg, Klagenfurt und Vorarlberg. Diese landesweite Präsenz ermöglicht es, das 1:1 Mentoringprogramm und die Bildungsinitiativen auf breiter Ebene anzubieten. Die geografische Vielfalt spiegelt die Wichtigkeit wider, junge Menschen in verschiedenen Regionen des Landes zu erreichen und ihnen gleiche Chancen für eine erfolgreiche Zukunft zu bieten. Die Unternehmensstruktur als Sozialunternehmen spiegelt das Engagement wider, die Lebenswelten junger Menschen zu verbinden und ihnen die Werkzeuge zu geben, die sie brauchen, um ihre individuellen Potenziale zu entfalten.


Die Finanzierung von Sindbad basiert auf einem soliden Dreisäulenkonzept:
•    Privatspenden von engagierten Unterstützern sind eine tragende Säule der Finanzierung. Das Vertrauen und die Großzügigkeit dieser Einzelpersonen sind entscheidend, um die Mission der Bildungsgerechtigkeit und sozialen Verbindung voranzutreiben.
•    Die Zusammenarbeit mit öffentlichen Institutionen ermöglicht es, die Vision auf staatlicher Ebene umzusetzen. Durch Leistungsverträge wird eine solide Grundlage für die Fortführung der Mentoring- und Bildungsprogramme geschaffen.
•    Die Dienstleistungen der Sindbad Social Academy stellen die dritte tragende Finanzierungssäule dar. Dieses Geschäftsmodell besteht aus verschiedenen Angeboten, die darauf abzielen, die MitarbeiterInnen der Kunden nicht nur fachlich, sondern auch sozial weiterzuentwickeln.


Ein tolles Projekt mit einer tollen Vision: „Unsere Vision besteht darin, eine Gesellschaft zu schaffen, in der junge Menschen miteinander in Verbindung treten und gemeinsam Chancen ergreifen können, unabhängig von ihrer sozialen Herkunft.“
Das finden wir schon genial!
 

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