Was 1979 als experimentelles Kulturprojekt begann, hat sich längst zu einem internationalen Leitfestival entwickelt, das visionäre Zukunftsentwürfe präsentiert und kontroverse Diskurse anstößt. In der imposanten Kulisse der ehemaligen Post- und Paketverteilstation POSTCITY verwandelt sich die Stadt für einige Tage in ein Laboratorium der Ideen: Hier begegnen sich Forscherinnen und Künstler, Ingenieure und Philosophinnen, Unternehmer und Aktivistinnen, um gemeinsam nach Antworten auf die Frage zu suchen, wie wir die digitale Transformation nicht nur gestalten, sondern auch kritisch reflektieren können. Vor diesem inspirierenden Hintergrund luden die Specific Group aus Wien, mit einem neu eröffneten Standort in Liz und die Initiative #schongenial im Beisein von Ars Electronica Mastermind und Geschäftsführer Gerfried Stocker zu einer hochkarätigen Veranstaltung unter dem Titel Zukunftsimpulse 2025.
Specific Group: Nun auch mit einem eigenen Standort in Linz
Die Specific Group ist ein in Wien ansässiges Unternehmen, das sich auf maßgeschneiderte Softwarelösungen für komplexe Geschäftsprozesse spezialisiert hat. Mit tiefem technischen Know-how unterstützt die Gruppe ihre Kunden dabei, innovative digitale Infrastrukturen aufzubauen und bestehende Systeme effizient weiterzuentwickeln. Dabei geht es nicht nur um die reine Technologie, sondern auch um die strategische Beratung, wie Innovation nachhaltig und skalierbar implementiert werden kann
Magnus Penker in Linz
Während die Specific Group den technologischen Rahmen absteckte, ergänzte #schongenial die Diskussion um gesellschaftliche Fragen: Was braucht es, um bei allem Wandel auch künftig eine gelingende Gesellschaft zu gewährleisten. Genau dieser Dualismus – Technik auf der einen, Gesellschaft auf der anderen Seite – machte den Abend so spannend. Im Zentrum stand jedoch ein Mann, der weltweit als Vordenker in Sachen Innovation gilt: Magnus Penker, Gründer der Innovation360 Group und international gefragter Berater.
Penker sprach in seiner Keynote davon, dass Innovation kein zufälliges Nebenprodukt kreativer Köpfe sei, sondern vielmehr ein datengestützter, systemischer Prozess. Sein Ansatz basiert auf jahrelanger Unternehmensberatung, unter anderem für Konzerne wie Henkel, und auf der Entwicklung von Instrumenten, mit denen Innovationsfähigkeit messbar gemacht werden kann. Besonders prägnant war sein Satz: „Eine generelle Formel für den Erfolg gibt es aber nicht.“ Damit machte er deutlich, dass jedes Unternehmen seinen eigenen Weg finden müsse – ob durch inkrementelle Innovation, die bestehende Prozesse verbessert, oder durch radikale Innovation, die völlig neue Produkte und Technologien schafft.
Europas Herausforderung und der Blick nach vorn
Penker betonte, dass Europa im Vergleich zu Ländern wie China oft zu vorsichtig agiere und selten groß genug denke. Der Mangel an Risikobereitschaft sei ein Hindernis für radikale Innovation. Innovation, so Penker, beginne immer beim Menschen und dürfe nicht ausschließlich an Künstliche Intelligenz delegiert werden. Zwar seien Chatbots in der Lage, bestehende Daten zu analysieren, doch echte kreative Ansätze werden auch in Zukunft von den Menschen kommen.
Empfehlung: unbedingt das Festival bis Sonntag noch besuchen!!