Diese Aktion ist Teil einer Idee, die die gswb auf mehreren ihrer Anlagen verfolgt: Werden bei Sanierungen bisherige Brutplätze entfernt, sollen neue Nistmöglichkeiten entstehen. Auch Siedlungen, die geeignete Bedingungen bieten, kommen dafür infrage. So bekommt der Artenschutz einen festen Platz im Wohnumfeld.
Kleine Nischen, große Bedeutung
Den Anstoß für die Nistkästen in der Parscher Straße gab Barbara Aichner vom Ornithologischen Arbeitskreis im Haus der Natur. Sie beschäftigt sich seit vielen Jahren mit heimischen Vögeln und kennt die Schwierigkeiten der Haussperlinge bei der Wohnungssuche. Gerade bei Sanierungen gehen Nischen und Verstecke verloren, die zuvor als Brutplätze dienten.
Mit ihrer Anfrage stieß sie bei der gswb auf offene Ohren. Ende September wurden die vier Doppelnistkästen unter der Leitung von Sanierungstechniker Merdan Dogan von Mitarbeitern der Firma RHZ am Gebäude angebracht. Die Montage schafft damit neue Möglichkeiten für Vögel, die zum vertrauten Bild unserer Siedlungen gehören.
Gefertigt mit Können und sozialem Mehrwert
Hergestellt wurden die Kästen in der Werkstätte der Lebenshilfe Salzburg in Tamsweg. Damit verbindet die Aktion den Schutz heimischer Tiere mit der Arbeit einer sozialen Einrichtung.
Bei der Montage waren auch Paul Gfrerer und Gerhard Malsky dabei, die an den Nistkästen mitgearbeitet hatten. Gemeinsam mit Werkstättenleiter Harald Pagitsch konnten sie vor Ort sehen, wo die fertigen Kästen angebracht wurden und künftig ihren Zweck erfüllen sollen.
Gesellige Nachbarn suchen ein Zuhause
Dass mehrere Brutplätze nebeneinander angeboten werden, passt zu den Bedürfnissen der Spatzen. Haussperlinge brüten gerne in Kolonien und bleiben ihrem Standort treu, erklärt Barbara Aichner. Grünflächen und Hecken in der Umgebung machen einen Standort für sie besonders attraktiv.
Diese #schongeniale Aktion zeigt, wie sich Gebäudesanierung und Artenschutz miteinander verbinden lassen.