Acker gehört dazu.
Die Idee ist ebenso einfach wie unmittelbar: Kinder bauen Gemüse an. Sie säen, pflanzen, pflegen und ernten. Sie erleben, wo Lebensmittel herkommen, wie Natur funktioniert – und was entsteht, wenn man selbst Verantwortung übernimmt.
Was auf einem Acker beginnt, reicht damit weit über ihn hinaus. Kinder erfahren nicht nur etwas über Gemüse. Sie erleben, dass ihr eigenes Handeln etwas bewirken kann.
Wirkung lässt sich nicht verordnen.
Viele der großen gesellschaftlichen Herausforderungen sind bekannt: Klimawandel, Gesundheit, Ernährung, Bildung, gesellschaftlicher Zusammenhalt. An Wissen darüber mangelt es kaum.
Doch Wissen allein führt noch nicht zu Veränderung. Menschen verändern ihr Verhalten selten deshalb, weil ihnen jemand erklärt, was sie tun sollten. Veränderung beginnt viel häufiger dort, wo Menschen neugierig werden, selbst etwas ausprobieren und erfahren, dass sie etwas bewirken können.
Darin liegt eine besondere Qualität wirkungsvoller Initiativen:
Sie laden ein, statt vorzuschreiben. Sie ermutigen, statt zu mahnen. Und sie inspirieren, statt zu belehren.
Von einer Idee zu einer Bewegung
Wie weit eine solche Wirkung reichen kann, zeigt die Entwicklung von Acker. Mittlerweile haben 500.000 Kinder an den Bildungsprogrammen teilgenommen. 1.960 Schulen, Kitas und Kindergärten in Deutschland, Österreich, der Schweiz und Liechtenstein ackern mit. 420 ehrenamtlich Engagierte begleiten die Lernorte.
Auch in Österreich ist innerhalb weniger Jahre eine beachtliche Bewegung entstanden: Seit der Gründung von Acker Österreich vor fünf Jahren wurden rund 10.000 Kinder erreicht. 2026 beteiligen sich 65 Bildungseinrichtungen in sieben Bundesländern.
Doch hinter diesen Zahlen steckt mehr als die Verbreitung eines Bildungsprogramms.
Aus einer Idee wird Beteiligung. Aus Beteiligung wird Erfahrung. Und aus Erfahrung kann Haltung entstehen.
Eine Einladung sagt nicht: Du musst. Sie sagt: Du kannst. Ermutigung schafft Zutrauen in die eigene Wirksamkeit. Und Inspiration trägt Erfahrungen und Ideen weiter.
So kann Wirkung wachsen: von einem Kind zur Familie, von einer Schulklasse zur nächsten, von einzelnen Bildungseinrichtungen zu einem Netzwerk. Nicht weil jemand Veränderung angeordnet hat, sondern weil Menschen andere Menschen mitnehmen.
Wirkung endet nicht bei dem, was man selbst tut.
Für #schongenial steckt darin ein Gedanke, der weit über Acker hinausreicht. Unternehmen und Organisationen leisten Beiträge zu Bildung, Gesundheit, Gemeinschaft, Chancen und Zukunft. Häufig werden diese Aktivitäten einzeln betrachtet – als Ausbildungsprogramm, Gesundheitsprojekt, Sponsoring oder gesellschaftliches Engagement.
Dabei zeigt sich ihre Bedeutung nicht nur darin, was eine Organisation selbst tut, sondern auch darin, was sie bei anderen auslöst. Wer Menschen einlädt, ermutigt und inspiriert, kann Wirkung vervielfachen. Vielleicht ist das eine der stärksten Formen gesellschaftlicher Wirkung:
Nicht Menschen sagen, was sie tun sollen. Sondern ihnen zeigen, was möglich ist.
Über den Autor Dr. Alfred Fiedler
Dr. Alfred Fiedler ist Gründer von #schongenial und Entwickler des Konzepts des strategischen Unternehmenswerts.
Seit über 40 Jahren begleitet er Unternehmen in den Bereichen Markenführung und Unternehmensentwicklung. Aus dieser langjährigen Erfahrung entwickelte er das Konzept des strategischen Unternehmenswerts. Es entstand aus der Erkenntnis, dass Unternehmen über einen strategischen Unternehmenswert verfügen, der jedoch häufig unterschätzt und wirtschaftlich ungenutzt bleibt.
Mit seinen Gedanken und Veröffentlichungen lädt er zu einem Perspektivenwechsel ein. Er zeigt, wie Unternehmen den Wert und die Bedeutung ihrer bestehenden Leistungen erkennen, ihren strategischen Unternehmenswert erschließen und daraus wirtschaftlichen sowie gesellschaftlichen Mehrwert schaffen können – zum Wohle aller.