Wo Zeit, Würde und Zuwendung zählen

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Ordensklinikum Linz, Barmherzige Schwestern, Elisabethinen, Palliativmedizin, Palliative Care
Eine Hand hält eine ältere Hand
Fotocredit: unsplash.com/junior reis

Die Palliativmedizin-Teams am Ordensklinikum Linz Barmherzige Schwestern und Ordensklinikum Linz Elisabethinen standen 2025 im Zeichen des Rückblicks und des Anerkennens: Die beiden Palliativstationen begingen bedeutende Jubiläen und zeigen, wie sich die Begleitung schwerkranker Menschen in den letzten Jahrzehnten entwickelt hat. Was einst als spendenfinanzierte Initiative begann, hat sich zu einem festen, regelfinanzierten Bestandteil der Gesundheitsversorgung entwickelt und prägt nachhaltig die Versorgungslandschaft in Oberösterreich. 

Palliative Care: Von der Pionierarbeit zur festen Größe

Die Geschichte der Palliativmedizin am Ordensklinikum Linz reicht zurück in die späten 1990er-Jahre und zeigt eindrucksvoll, wie sich die Hospiz- und Palliativversorgung entwickelt hat. 2000 eröffnete die Palliativstation „St. Louise“ am Standort der Barmherzigen Schwestern und feierte damit 2025 bereits ihr 25-jähriges Bestehen. Fünf Jahre später, im Jahr 2005, nahm die Palliativabteilung im Krankenhaus der Elisabethinen ihren Betrieb auf und begeht 2025 somit ihr 20-jähriges Jubiläum. Diese beiden Einrichtungen stehen heute für menschliche Zuwendung, medizinische Expertise und umfangreiche Betreuung in einer herausfordernden Lebensphase. 

Heute gehören insgesamt 27 Palliativbetten in Linz zur Versorgung, davon 18 allein im Ordensklinikum Linz. Über die Jahre hat sich das Angebot stetig erweitert: Neben der stationären Versorgung betreuen die Teams Patient:innen auch über den Palliativ-Konsiliardienst sowie ambulant und sind eng mit dem St. Barbara Hospiz vernetzt. 

Neue Perspektiven in der Betreuung

Palliative Care bedeutet weit mehr als medizinische Betreuung. Sie setzt auf Lebensqualität, Würde und ganzheitliche Begleitung. Die Versorgung umfasst nicht nur medizinische Maßnahmen, sondern bezieht auch Pflege, Psychologie, Sozialarbeit, Seelsorge und kreative Angebote wie Musiktherapie mit ein. Diese multiprofessionelle Herangehensweise ermöglicht eine individuelle und vielseitige Unterstützung, die weit über die klassische Krankenversorgung hinausgeht. 

Ein weiterer Meilenstein ist die Digitalisierung in der Palliative Care: Seit 2023 bietet das Ordensklinikum eine Video-Sprechstunde an, die Patient:innen kurze Updates und Kontrollen ermöglicht, ohne dass sie anreisen müssen, was vor allem für gesundheitlich geschwächte Menschen einen enormen Vorteil bildet. Die Etablierung der ersten Palliativ-Ambulanz Oberösterreichs im Jahr 2022 am Standort der Barmherzigen Schwestern erweitert das Spektrum zusätzlich und macht palliative Angebote noch wohnortnäher verfügbar.

Mit den Jubiläen wird deutlich, wie wichtig und wirksam Palliative Care heute nicht nur als medizinische Disziplin, sondern als Haltung, die Lebensqualität bis zuletzt in den Mittelpunkt stellt, ist #schongenial.

Dieser Beitrag fördert die UN-Nachhaltigkeitsziele (SDGs): Schön, dass es so viel Positives gibt. Danke:
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