90% weniger Chemikalien in der Textilproduktion

Wirtschaft & Infrastruktur
Blåkläder, workwear, Innovation, Färbetechnologie, Nachhaltigkeit
Arbeitskleidung in Spinnfärbung
fotocredits: Blåkläder

Die Anforderungen an moderne Arbeitskleidung steigen stetig: Sie soll langlebig, funktional und komfortabel sein, gleichzeitig aber auch möglichst ressourcenschonend produziert werden. Genau hier zeigt sich, wie wichtig innovative Technologien für die Zukunft der Textilindustrie sind. Besonders im Bereich der Textilfärbung entstehen derzeit Lösungen, die Umweltbelastungen deutlich reduzieren und neue Maßstäbe in Sachen Nachhaltigkeit setzen.

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Die Textilfärbung zählt weltweit zu den ressourcenintensivsten Prozessen in der Bekleidungsindustrie. Hoher Wasserverbrauch, großer Chemikalieneinsatz und enorme Energiemengen belasten Umwelt und Klima erheblich. Genau deshalb setzt Blåkläder bewusst auf innovative Verfahren, um die Auswirkungen dieses Produktionsschrittes nachhaltig zu reduzieren.

Spinngefärbte Fasern sparen Wasser und Chemikalien

Ein zentraler Bestandteil dieser Entwicklung ist die sogenannte Spinnfärbung, die Blåkläder vor allem bei synthetischen Materialien wie Polyester verstärkt einsetzt. Anders als bei herkömmlichen Verfahren werden die Farbpigmente bereits während der Herstellung direkt in die Fasern eingearbeitet. Das aufwendige nachträgliche Färben des Stoffes entfällt dadurch vollständig.

Die Vorteile sind enorm: Durch die Spinnfärbung können bis zu 85 Prozent Wasser und rund 90 Prozent Chemikalien eingespart werden. Gleichzeitig entstehen langlebige und besonders farbstabile Textilien, die auch nach vielen Waschgängen oder intensiver UV-Strahlung ihre Farbintensität behalten.

Bei Blåkläder wird jedes einzelne Material eines Kleidungsstücks genau betrachtet. Selbst kleinere Komponenten wie Innenfutter werden schrittweise auf nachhaltigere Verfahren umgestellt. Auch wenn die Einsparungen pro Kleidungsstück zunächst gering erscheinen, ergibt sich über ganze Kollektionen hinweg ein enormes Potenzial zur CO₂-Reduktion.

Neue Technologien für natürliche Materialien

Für natürliche Materialien wie Baumwolle oder Leinen werden wiederum andere Lösungen benötigt. Deshalb investiert Blåkläder in das schwedische Unternehmen Imogo und dessen innovative Sprühfärbetechnologie. Dabei wird die Farbe direkt auf den Stoff aufgesprüht und anschließend bei Raumtemperatur fixiert.

Auch dieses Verfahren bringt deutliche Umweltvorteile mit sich: Wasser-, Energie- und Chemikalieneinsatz können im Vergleich zur klassischen Stückfärbung um mehr als 90 Prozent reduziert werden. Zusätzlich lässt sich durch moderne Wiederaufbereitungssysteme das Abwasser um bis zu 99 Prozent verringern.

Nachhaltigkeit als gemeinsames Ziel

Besonders bemerkenswert ist dabei der Ansatz von Blåkläder: Die Technologien sollen nicht exklusiv genutzt werden, sondern möglichst vielen Produzenten und Lieferanten zugänglich gemacht werden. Ziel ist es, nachhaltigere Lösungen langfristig in der gesamten Branche zu etablieren und die Umweltbelastung der Textilproduktion deutlich zu reduzieren.

Die Kombination aus innovativen Färbeverfahren, langlebigen Materialien und verantwortungsvoller Produktion finden wir #schongenial.

Dieser Beitrag fördert die UN-Nachhaltigkeitsziele (SDGs): Schön, dass es so viel Positives gibt. Danke:
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