Hightech für die Natur
Rund 400 Millionen Euro investiert VERBUND in ökologische Maßnahmen entlang der Flüsse in Österreich und Bayern. Dazu zählen neue Lebensräume, Renaturierungen und vor allem Fischwanderhilfen, die Staustufen und Kraftwerke überwinden helfen. Ein herausragendes Beispiel dafür ist das Donaukraftwerk Feldkirchen am Inn.
Das Kraftwerk ging bereits 1970 in Betrieb, im Jahr 2015 wurde hier eine moderne Fischwanderhilfe errichtet. Der parallel zum Inn verlaufende Hammerbach wurde dabei zu einem lebendigen Nebenarm gestaltet und wurde so ein wertvoller Rückzugs- und Lebensraum für zahlreiche Fischarten. Doch wie gut wird dieser neue Abschnitt tatsächlich angenommen?
Wissenschaft im Einsatz
Antworten liefert die Technische Universität München, die seit 2015 die Fischbestände vor Ort erforscht. Dazu gehört viel Handarbeit und Fingerspitzengefühl. Mehr als 27.000 Fische wurden am Inn bereits gefangen, bestimmt, vermessen und mit einem winzigen Sender markiert.
Der Ablauf erinnert ein wenig an die Haustierkennzeichnung: geschulte Tiermedizinerinnen und -mediziner versetzen die Tiere in eine kurze Narkose und injizieren einen kleinen Mikrochip unter die Haut. Danach schwimmen die Fische wieder frei und senden Signale, die wertvolle Daten über ihre Wanderbewegungen liefern. So wird ersichtlich, welche Arten die neuen Wege nutzen und wo Hindernisse bestehen. „Chip the Fish“ zeigt eindrucksvoll, wie Hightech und Naturschutz Hand in Hand gehen können.
Moderner Kraftwerksbetrieb und gelebter Umweltschutz sind eine wunderbare Symbiose zum Wohle aller – es geht um den Erhalt unserer Lebensgrundlagen! Das finden wir #schongenial.