Exzellente medizinische Versorgung braucht mehr!

Engagement & Wissenswertes
Ordensklinikum Linz, Auszeichnung "Selbsthilfefreundliches Krankenhaus“, Selbsthilfegruppen
Überreichung der Urkunde als „Selbsthilfefreundliches Krankenhaus“
Bei der Überreichung der Urkunde als „Selbsthilfefreundliches Krankenhaus“, v.l.: Katharina Sigl (Selbsthilfebeauftragte), MMag. Walter Kneidinger (Geschäftsführer), Manuela Bruckmüller (Selbsthilfe OÖ, in Vertretung von Obmann Volker Hartl), Dr. Stefan Meusburger, MSc (Geschäftsführer) und Ingrid Tahedl (Selbsthilfegruppen-leiterin Darmkrebs) | Fotocredit: Ordensklinikum Linz

Niederschmetternde Diagnosen und chronische Erkrankungen stellen das Leben von Betroffenen und ihren Angehörigen oft von einem Moment auf den anderen auf den Kopf. Neben einer exzellenten medizinischen Versorgung braucht es Orientierung, Austausch und Menschen, die ähnliche Erfahrungen gemacht haben. Darum verbindet das Ordensklinikum Linz als Onkologisches Leitspital Oberösterreichs medizinische Spitzenleistung mit gelebter Unterstützung durch Selbsthilfe. Dieses Engagement wurde nun bereits zum vierten Mal mit dem Gütesiegel „Selbsthilfefreundliches Krankenhaus“ ausgezeichnet.

Selbsthilfe als fester Teil der Versorgung

Rund 1.000 Patient:innen nehmen jährlich an Selbsthilfeangeboten teil, die in enger Kooperation mit dem Ordensklinikum Linz organisiert werden. Die Treffen sind dabei weit mehr als ein klassischer „Sesselkreis“. Fachvorträge von Expert:innen, Informationen zu neuen Therapien sowie der persönliche Austausch über Erfahrungen, Nebenwirkungen und Bewältigungsstrategien wechseln einander ab. Besonders im onkologischen Bereich spielt diese Form der Begleitung eine zentrale Rolle: Neben der Behandlung im Krankenhaus hilft Selbsthilfe, langfristig mit einer Krebsdiagnose umzugehen.

„Die Menschen brauchen erstklassige medizinische Versorgung, wenn sie mit einer schweren Diagnose konfrontiert sind. Diese bekommen sie bei uns im Ordensklinikum Linz. Der Austausch mit anderen, die ein ähnliches Schicksal teilen, kann darüber hinaus eine große Stütze im Alltag sein“, betonen die Geschäftsführer Dr. Stefan Meusburger, MSc und MMag. Walter Kneidinger.

Neun onkologische Gruppen und starke Koordination

Insgesamt sind im Ordensklinikum Linz neun onkologische Selbsthilfegruppen verankert – von Brust- bis Prostatakrebs. Weitere elf Gruppen beschäftigen sich mit chronischen Erkrankungen wie Asthma, Tinnitus oder Long Covid, ergänzt durch Angebote für Eltern von Kindern mit Typ-1-Diabetes oder Trisomie 21. Koordiniert wird die Zusammenarbeit von der Selbsthilfebeauftragten Katharina Sigl, die die Gruppenleiter:innen unterstützt, Fachvorträge organisiert und als Schnittstelle zwischen Patient:innen und Krankenhaus fungiert. Für jeden medizinischen Fachbereich gibt es fixe Ansprechpartner:innen, die Leitungsebene ist regelmäßig in Gruppentreffen eingebunden.

Onko-Treff 2.0: Mitgestalten statt nur zuhören

Ein Beispiel für die Weiterentwicklung dieser Zusammenarbeit ist der „Onko-Treff 2.0“. Bei diesen Webinaren fließen Fragen aus den Selbsthilfegruppen bereits vorab in die Vorträge von Mediziner:innen und Pflegekräften ein. So werden genau jene Themen behandelt, die Betroffene im Alltag bewegen.

#schongenial, wenn Betroffene in derart schwierigen Lebenssituationen nicht alleine gelassen werden.

Dieser Beitrag fördert die UN-Nachhaltigkeitsziele (SDGs): Schön, dass es so viel Positives gibt. Danke:
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