Wenn Sonnenstrom auf Vorrat geht

Wirtschaft & Infrastruktur
Burgenland Energie, Großspeicher, Batteriespeiche, Siegendorf
Rita Stenger, Stephan Sharma
Foto: ©Burgenland Energie

Die Energiewende braucht nicht nur Windräder und Photovoltaik-Anlagen, sie braucht vor allem eines: Speicher. Denn erneuerbare Energie wird manchmal auch dann produziert, wenn sie gerade nicht benötigt wird. Der neue Großspeicher in Siegendorf soll dafür eine Lösung liefern. Was auf den ersten Blick wie ein unscheinbarer Container wirkt, könnte künftig eine entscheidende Rolle für die Energieversorgung im Burgenland spielen.

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Der erste große Batteriespeicher des Landes wurde Ende 2025 nach Siegendorf geliefert und soll überschüssigen Strom aus Wind- und Sonnenenergie zwischenspeichern. Damit kann Energie genau dann genutzt werden, wenn sie gebraucht wird, auch wenn gerade kein Wind weht oder die Sonne nicht scheint.

Strom speichern statt verschwenden

Das Grundproblem erneuerbarer Energie ist bekannt: Wind und Sonne liefern Strom nicht konstant, sondern wetterabhängig. Besonders an sonnigen oder windreichen Tagen entsteht oft mehr Energie, als unmittelbar verbraucht werden kann. Ohne Speicher geht dieser Überschuss teilweise verloren.

Der neue Lithium-Ionen-Großspeicher in Siegendorf soll genau das verhindern. Die Anlage verfügt über eine Leistung von zwei Megawatt und ein Speichervolumen von fünf Megawattstunden. Das entspricht laut Burgenland Energie ungefähr der Kapazität von rund 100 Elektroautos.

Ein wichtiger Schritt Richtung Energieunabhängigkeit

Für Burgenland Energie ist der Speicher Teil einer größeren Strategie. Insgesamt sind im Burgenland acht große Batteriespeicherprojekte geplant. Ziel ist es, das Bundesland bis 2030 energieunabhängig zu machen und die Versorgungssicherheit weiter zu erhöhen. Eingespeist wird die gespeicherte Energie über das Umspannwerk Siegendorf. Die geplante Nutzungsdauer der Anlage beträgt rund 15 Jahre.

Auch wirtschaftlich könnte das Projekt Bedeutung bekommen: Speicher helfen dabei, Strompreise zu stabilisieren und das Netz zu entlasten. Gerade in Zeiten stark schwankender Energiepreise gewinnt diese Technologie zunehmend an Bedeutung.

Das Burgenland als Energiemodell

Das Burgenland gilt schon heute als Vorreiter bei Windkraft und Photovoltaik. Mit dem Ausbau von Stromspeichern soll nun die nächste Stufe der Energiewende erreicht werden. Denn erneuerbare Energie allein reicht nicht. Sie muss auch zuverlässig verfügbar sein.

Genau deshalb ist das Projekt in Siegendorf mehr als nur ein Technikprojekt. Es ist ein Symbol dafür, wie regionale Energieversorgung künftig funktionieren könnte: nachhaltig, unabhängig und stabil.

#schongenial wenn Strom nicht nur erzeugt, sondern auch im großen Stil gespeichert wird und so jederzeit verfügbar bleibt.

Dieser Beitrag fördert die UN-Nachhaltigkeitsziele (SDGs):
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