Gemeinsam mit Partnern aus Wirtschaft bringt „Teach For Austria“ Menschen mit Vorbildwirkung dorthin, wo sie besonders gebraucht werden: in Schulen mit herausfordernden Rahmenbedingungen. Ziel ist es, dort junge Menschen zu stärken, Perspektiven aufzuzeigen und ihnen Mut für ihren weiteren Weg zu machen. Denn oft reicht schon eine einzige Begegnung, um neue Möglichkeiten sichtbar zu machen. Genau so eine Begegnung gab es kürzlich an der MS Münichholz in Steyr.
Ein besonderer Unterrichtstag mit einem außergewöhnlichen Gast
Als Herbert Auer, Vorstandsvorsitzender der Anteilsverwaltung Sparkasse OÖ, das Klassenzimmer betritt, wird es plötzlich still. Eine erfolgreiche Person aus der Bankenwelt steht vor den Jugendlichen. Dieses Mal aber nicht im Besprechungsraum, sondern direkt vor der Tafel. Für Herbet Auer war der Rollenwechsel eine Premiere. Statt Zahlen und Kundenterminen standen diesmal Fragen von Jugendlichen im Mittelpunkt. Und die ließen nicht lange auf sich warten: Wie viel verdient man als Lehrling? Was macht ein Vorstand eigentlich den ganzen Tag? Wo wird das ganze Geld in einer Bank gelagert? Und braucht man dafür künstliche Intelligenz?
Was zunächst mit vorsichtiger Zurückhaltung beginnt, entwickelt sich schnell zu einem offenen Austausch auf Augenhöhe. Die Jugendlichen diskutieren über Geld, Berufschancen und ihre eigenen Zukunftspläne.
Herkunft darf nicht über Chancen entscheiden
Der Hintergrund des Besuchs ist jedoch weit ernster als die lockere Stimmung vermuten lässt. Noch immer hängen Bildungs- und Karrierechancen in Österreich stark vom sozialen Umfeld ab. „Woher ihr kommt, soll nicht bestimmen, wohin ihr geht“, lautet die zentrale Botschaft des Besuchs und sie zieht sich durch den gesamten Vormittag. Herbert Auer macht dabei deutlich, dass beruflicher Erfolg keine Frage der Herkunft sein darf. Entscheidend seien Wissen, Einsatz und Motivation.
Besonders glaubwürdig wirkt diese Botschaft, weil Auer selbst keinen geradlinigen Eliteweg hinter sich hat. Auch seine Laufbahn begann einst in der Hauptschule. Durch Vorbilder, Neugier und den Glauben an die eigenen Fähigkeiten arbeitete er sich Schritt für Schritt nach oben.
Eine Antwort, die hängen bleibt
Einer der bewegendsten Momente entsteht, als ein Schüler plötzlich fragt: „Können wir sowas auch schaffen, Herr Auer?“ Die Antwort kommt ohne Zögern: „Ja, das könnt Ihr. Für Euer weiteres Leben ist kaum etwas so wichtig, wie eine gute Ausbildung. Und mit Ehrgeiz, Mut und Ausdauer können selbst große Ziele erreicht werden“, so Auer.
Genau solche Momente zeigen, warum #schongeniale Initiativen wie „Teach For Austria“ so wichtig sind. Sie schaffen Begegnungen, die Mut machen und Jugendlichen vermitteln, dass sie ihre Zukunft auch selbst in der Hand haben.