Bischof Manfred Scheuer würdigt Kehrers Wirken als „kraftvoll und richtungsweisend“ und hebt besonders seine Fähigkeit hervor, Menschen und Institutionen zu vernetzen sowie Brücken zu bauen.
Kehrer prägte die Organisation in herausfordernden Zeiten – von Hochwasser über Fluchtbewegungen bis hin zur Corona-Pandemie und den Folgen des Ukraine-Kriegs. Neben schneller Hilfe in Krisen setzte er auf nachhaltige Strukturen: Mit der RegionalCaritas und neuen Zentren wurden Angebote näher zu den Menschen gebracht und gebündelt. Auch Bildungsangebote sowie Kinderbetreuung wurden weiter ausgebaut. Gleichzeitig stärkte er die ökologische Ausrichtung der Caritas, etwa durch erneuerbare Energien und klimafreundliche Mobilität.
Für die Zukunft sieht Pimmingstorfer vor allem in der Pflege eine große Herausforderung. Fachkräftemangel und steigender Bedarf erfordern bessere Arbeitsbedingungen, neue Ausbildungsmodelle und mehr Investitionen. Auch die Inklusion bleibt ein zentraler Schwerpunkt, etwa durch neue Wohn- und Arbeitsangebote für Menschen mit Beeinträchtigungen.
Mit rund 3.300 Mitarbeitenden, über 1.100 Freiwilligen und mehr als 300 Standorten begleitet die Caritas OÖ jährlich etwa 40.000 Menschen.