Darüber hinaus gewinnen weiche Faktoren zunehmend an Bedeutung: Lebensqualität, Bildungsangebote oder das Image einer Region beeinflussen die Attraktivität für Mitarbeiter:innen und Führungskräfte. Unternehmen wägen diese Kriterien sorgfältig ab, analysieren Daten und erstellen Prognosen, um langfristig wettbewerbsfähig zu bleiben. Die Standortwahl folgt damit meist einer rationalen, zahlengetriebenen Logik optimiert auf Effizienz, Wachstum und wirtschaftlichen Erfolg.
Aber es geht auch anders
Als die Allerstorfer GmbH vor der Entscheidung stand, einen neuen und größeren Firmenstandort zu finden, schlug Inhaber Daniel Allerstorfer einen bemerkenswert anderen Weg ein. Statt sich ausschließlich auf klassische Standortanalysen, Kostenvergleiche oder infrastrukturelle Kennzahlen zu verlassen, rückte er die Menschen im Unternehmen in den Mittelpunkt.
Er nahm eine Landkarte und markierte die Wohnorte seiner rund 80 Mitarbeiter:innen mit Stecknadeln. Auf dieser Basis ermittelte er den geografischen Mittelpunkt aller Wohnorte: ein Punkt, der für die gesamte Belegschaft möglichst faire Pendelzeiten versprach. Das Ergebnis dieser einfachen, aber wirkungsvollen Methode lag in Eferding. Genau dort wurde schließlich der neue Firmensitz errichtet.
Diese Entscheidung zeigt eindrucksvoll, wie stark sich unternehmerisches Denken verändern kann, wenn nicht nur Effizienz, sondern auch Lebensqualität und Mitarbeiterzufriedenheit als zentrale Kriterien berücksichtigt werden. Denn ein Standort, der sich an den Menschen orientiert, stärkt nicht nur die Bindung zum Unternehmen, sondern wirkt sich langfristig auch positiv auf Motivation, Produktivität und Unternehmenskultur aus.
Und genau deshalb ist dieser Ansatz #schongenial.