Beschäftigungsmotor und Wertschöpfungsträger
Der wirtschaftliche Beitrag der Familienunternehmen lässt sich eindrucksvoll beziffern. Laut WKO beschäftigen sie rund 1,8 Millionen Menschen2) und zählen damit zu den wichtigsten Arbeitgebern des Landes. Damit hängt ein erheblicher Teil des österreichischen Arbeitsmarktes direkt von familiengeführten Betrieben ab.
Auch ihre wirtschaftliche Leistung ist zentral: Familienunternehmen erwirtschaften jährlich rund 394 Milliarden Euro Umsatz2) und leisten damit einen wesentlichen Beitrag zur gesamtwirtschaftlichen Wertschöpfung und zum Wohlstand des Landes. Besonders bemerkenswert ist dabei ihre Krisenresistenz: Viele dieser Betriebe verfügen über hohe Eigenkapitalquoten und verfolgen langfristige Investitionsstrategien, was sie zu einem stabilisierenden Faktor in Zeiten wirtschaftlicher Unsicherheit macht.
Langfristigkeit als Wettbewerbsvorteil
Was Familienunternehmen besonders auszeichnet, ist ihr unternehmerischer Zeithorizont. Entscheidungen werden häufig generationenübergreifend getroffen, nicht quartalsgetrieben. Werte wie Verantwortung, Verlässlichkeit und regionale Verbundenheit spielen dabei eine zentrale Rolle.
Die Bandbreite reicht von Ein-Personen-Unternehmen über klassische Handwerksbetriebe bis hin zu international erfolgreichen Mittelständlern. Viele dieser Unternehmen befinden sich bereits in zweiter oder dritter Generation und verbinden wirtschaftlichen Erfolg mit sozialer Verantwortung gegenüber Mitarbeitenden und Standort.
Verantwortung und gelebte Unternehmenskultur
Familienunternehmen verstehen ihre Rolle vielfach nicht nur als wirtschaftliche Akteure, sondern als gesellschaftliche Verantwortungsträger. Ihr Handeln ist geprägt von einem Werteverständnis, das langfristiges Denken, Verlässlichkeit und regionale Verbundenheit in den Mittelpunkt stellt. Verantwortung wird dabei nicht theoretisch formuliert, sondern im betrieblichen Alltag gelebt.
Ein zentraler Bestandteil ist die Ausbildung junger Menschen. Familiengeführte Betriebe zählen zu den wichtigsten Lehrlingsausbildnern in Österreich und sichern damit nachhaltig Fachkräfte und Know-how. Wissen und Erfahrung werden so über Generationen hinweg weitergegeben.
Zugleich sind viele Familienunternehmen fest in ihren Regionen verankert. Durch lokales Engagement, etwa in Form von Sponsoring für Vereine oder soziale Initiativen, leisten sie einen aktiven Beitrag zur regionalen Entwicklung. Und auch in wirtschaftlich herausfordernden Zeiten verfolgen viele das Ziel, Arbeitsplätze über Konjunkturzyklen hinweg zu sichern.
#schongenial, dass rund 160.000 Familienunternehmen mit Weitblick, Verantwortung und Beständigkeit Stabilität schaffen, wo Kurzfristigkeit dominiert, und Zukunft ermöglichen, wo andere nur an das nächste Quartal denken.
1) Quelle: Wirtschaftskammer Österreich, Analyse Familienunternehmen, 2023
2) Quelle: Wirtschaftskammer Österreich, 2023