Schon während des Notrufs können Leitstellenmitarbeitende Livebilder vom Einsatzort empfangen – ganz einfach über das Smartphone der anrufenden Person. Ein Link per SMS genügt, eine App ist nicht erforderlich.
Der Vorteil: Die Mitarbeitenden sehen sofort, was passiert, und können dadurch Erste-Hilfe-Anleitungen viel präziser geben. Besonders hilfreich ist das in Situationen ohne genaue Adresse – etwa auf Landstraßen, Wanderwegen oder an schwer auffindbaren Orten. Der Standort wird automatisch übertragen, sodass Rettungsteams schnell und zielgerichtet entsendet werden können.
Technik, die Nähe schafft
Emergency Eye bringt die Leitstelle virtuell schon vor dem Rettungswagen zum Patienten. Betroffene erhalten so unmittelbare Unterstützung: Unsicherheiten werden reduziert, Ängste genommen und gezielte Maßnahmen noch vor Eintreffen der Sanitäter eingeleitet.
Eine integrierte Chatfunktion mit automatischer Übersetzung macht das System zusätzlich wertvoll. Sie ermöglicht Kommunikation trotz Sprachbarrieren oder wenn jemand nur eingeschränkt hören oder sprechen kann. Damit wird Hilfe barrierefrei und noch menschlicher – Technik ersetzt keine Empathie, sie verstärkt sie.
Sicherheit und Entlastung für das System
Datenschutz steht an oberster Stelle: Alle Daten werden DSGVO-konform verarbeitet, die Nutzung ist freiwillig. Bilddaten bleiben ausschließlich im System von Emergency Eye, lediglich Metadaten und Chatverläufe werden kurzfristig gespeichert.
Auch für das Rettungssystem selbst ist die Technik ein Gewinn. Rund 250 Mitarbeitende bearbeiten in den Leitstellen täglich bis zu 4.500 Anrufe, 2024 wurden über 588.000 Transporte durchgeführt. Mit Emergency Eye lassen sich künftig Ressourcen besser einsetzen und Rettungsfahrten gezielt steuern. Das sorgt für Entlastung in einem komplexen System und stellt sicher, dass Hilfe dort ankommt, wo sie am dringendsten gebraucht wird.
#schon genial, wenn moderne Technik hilft, Leben zu retten.