Wenn Sekunden entscheiden

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Rettungsleitzentrale
Mitarbeiter in den fünf Rettungsleitstellen nehmen zu jeder Tages- und Nachtzeit Notrufe entgegen. | Credit: OÖRK/Team Fotokerschi/Kerschbaummayr

Mit den Worten „Rotes Kreuz Notruf, Grüß Gott“ beginnt in Oberösterreich tagtäglich der Weg zur schnellen Hilfe. Rund eine Million Anrufe pro Jahr gehen in den fünf Rettungsleitstellen ein, rund um die Uhr, ohne Pause. Hinter jedem Gespräch steht ein Mensch in einer Ausnahmesituation, und am anderen Ende der Leitung jemand, der in Sekunden die richtigen Entscheidungen treffen muss. Im Durchschnitt dauert es keine elf Minuten, bis Einsatzkräfte vor Ort sind. Ein Zeitfenster, das Leben retten kann.

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Michael Fenzl
Michael Fenzl ist seit mehr als 35 Jahren Disponent in der Leitstelle. | Credit: OÖRK/Gruber

„Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Leitstellen sind rund um die Uhr für die Menschen da. Sie treffen in Sekunden Entscheidungen, die Leben retten können. Moderne Technologien unterstützen sie dabei, aber im Mittelpunkt steht immer der Mensch“, sagt OÖ. Rotkreuz-Präsident Dipl.-Päd. Gottfried Hirz im Hinblick auf den heutigen Tag des Notrufs.

Zwischen Routine und Ausnahmezustand

Für Michael Fenzl aus Freistadt gehört genau diese Mischung aus Routine und Ungewissheit zum Alltag. Seit 1989 ist der 55-Jährige freiwillig im Rettungsdienst tätig, seit 1991 auch hauptberuflich beim OÖ. Roten Kreuz. Seine Doppelrolle in Leitstelle und Einsatz macht für ihn den besonderen Reiz aus: „Es ist eine super Abwechslung. Du hast den direkten Bezug zum Geschehen draußen und bringst diese Erfahrung in die Leitstelle ein. Vieles ist Routine, aber du weißt nie, was dich erwartet. Genau das macht die Arbeit spannend“, sagt Fenzl.

Alle 32 Sekunden ein Notruf

Die Zahlen zeigen die enorme Belastung: Im Jahr 2025 wurden in Oberösterreich insgesamt 983.904 Anrufe abgewickelt. Das sind im Schnitt einer alle 32 Sekunden. Besonders fordernd sind Einsätze mit Kindern. „Da kannst du noch so viel Erfahrung haben, das geht nicht spurlos an dir vorbei. Auch wenn am Ende der Leitung pure Verzweiflung herrscht, musst du Ruhe reinbringen. Nur so bekommst du die Informationen, die wir brauchen, um schnell und richtig zu helfen.“

Für Fenzl ist klar: „Wir sind der erste Kontakt in der Rettungskette. Unsere Aufgabe ist auch die Erste-Hilfe-Anleitung bei lebensbedrohenden Notfällen am Telefon. Parallel unterstützen wir die Einsatzkräfte und leiten sie zum Einsatzort.“

Technik hilft – der Mensch entscheidet

Statistisch rückt in Oberösterreich jede Minute ein Rettungsfahrzeug aus. Damit Hilfe schnell ankommt, arbeiten Leitstellen und Einsatzkräfte eng zusammen. Während früher Ortskenntnis entscheidend war, unterstützen heute digitale Karten, Handyortung oder Systeme wie Emergency Eye die Arbeit.

Doch trotz aller Technik bleibt eines unverändert: Am Beginn jeder Rettung steht ein Gespräch und ein Mensch, der zuhört, Ruhe bewahrt und die richtigen Schritte einleitet. #schongenial, wenn sich Menschen oft ihrer Freizeit für das Wohl anderer einsetzen.

Dieser Beitrag fördert die UN-Nachhaltigkeitsziele (SDGs): Schön, dass es so viel Positives gibt. Danke:
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